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Ausschreibung Drachenbootregatta 2019

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Bernburger Ruderclub e.V.
An der Überfahrt 2b

06406 Bernburg (Saale)

Tel.: 03471/315081
Mail: mail@bernburger-ruderclub.de

Landesmeisterschaften Sachsen-Anhalt 2019
Eigene Zielvorgabe erreicht – Bernburger Ruderclub gehört zu den stärksten drei Rudervereinen in Sachsen-Anhalt

Optimales Wetter herrschte am zweiten Juni-Wochenende zur 29. Landesmeisterschaft des Ruderverbandes Sachsen-Anhalt in Zschornewitz. Mit ca. 50 Sportlern im Alter von 10 – 65 Jahren schlugen wir unser altbewehrtes Lager am Zschornewitzer See, umgangssprachlich auch „Gurke“ genannt, auf.

Nicht ganz einer Meisterschaft entsprechend gestalteten sich aufgrund der warmen Wetterlage die Streckenbedingungen. Den hohen Temperaturen geschuldet musste die 1000 Meter-Strecke aufgrund des gesunkenen Wasserspiegels um 50 Meter verkürzt werden.

Neben dem Kampf um wertvolle Meisterschaftspunkte für die Vereinswertung ist die Landesmeisterschaft gleichzeitig auch der Qualifikationswettkampf der Altersklassen 12 – 14 für den Bundeswettbewerb. Dieser findet in diesem Jahr am ersten September-Wochenende in München-Oberschleißheim statt.

Bevor am Samstagmorgen die ersten Vorläufe auf die Strecke geschickt werden konnten, gingen ab 6:45 Uhr alle verantwortlichen Trainer bei der Obleute-Besprechung das Programm durch und taten ihre Ab- und Ummeldungen kund. Spätesten jetzt erkannte der ein oder andere ob seine Planungen für die Qualifikationswettkämpfe des BW aufgingen bzw. in welche Richtung es in der Vereinswertung gehen wird.

Nachdem Ende der Obleute-Besprechung und dem Wegfall mehrerer Vorläufe gingen die Mädchen der Altersklasse 10 für den Bernburger Ruderclub im Einer über die 500 Meter-Strecke an den Start. Hier erwies sich, neben der Aufregung der Sportlerinnen, der an diesem Tag sehr böige Seitenwind als größter Gegner für die jungen Ruderinnen und die Wettkampfrichter. Es dauerte doch einige Zeit bis das Rennen freigegeben werden konnte und die jüngsten Ruderinnen ihren ersten Wettkampf bei einer Meisterschaft bestreiten durften. Gerade in diesem Alter ist nicht immer unbedingt die Körpergröße das entscheidende Kriterium um einen Wettkampf positiv für sich zu bestreiten. Hier ist eine saubere Rudertechnik mit langen rhythmischen Ruderschlägen der Garant für den Kampf um die vorderen Platzierungen. Dies konnten Luise Wartmann und Rosalie Heise recht gut umsetzen und sie schafften einen dritten und zweiten Platz in ihren Vorläufen und somit die Qualifikation für das Finale am späten Nachmittag. Charlotte Handt, Hannah Radecke, Marit Großhans und Rosalie Klopsch konnten sich leider nicht für das Finale qualifizieren. Hier war bei der ein oder anderen Sportlerin die Aufregung doch etwas größer als die Konzentration auf das im Training Geübte. Mit zwei Bernburger Booten waren wir also im Finale des Mädchen-Einer AK 10 vertreten. Wettkampfrichter und Ruderinnen haben sich mit fortschreitender Wettkampfdauer immer besser auf die Windbedingungen eingestellt und so konnten die Starts über die 500 Meter immer zügiger erfolgen. Luise Wartmann und Rosalie Heise machten ihre Sache gut und so konnte Luise einen starken dritten Platz und Rosalie einen guten fünften Platz in ihrem ersten Finalrennen errudern. Luise musste sich nur den Ruderinnen aus Zschornewitz und von der Halleschen Rvg. geschlagen geben. Rosalie beendete ihr Rennen vor Marta Dube aus Zschornewitz.

Für die Bernburger Ruderer holte, nach dem dritten Platz des Mädchen-Vierers der AK 13/14, der Mädchen-Vierer der AK11/12 ebenfalls mit einem dritten Platz die ersten Medaillen. Bei den 11- und 12-jähriegen Mädchen hatte sich Trainer Maik Wartmann einen zweiten Platz erhofft aber die Konkurrenz aus Zschornewitz und Halle war doch deutlich stärker.

Den Titelreigen eröffnete dann ein Sportler, welcher nur so vor Wettkampferfahrung strotz. Mit seinem Hallenser Partner erruderte Gerhard Hartkopf in einem dramatischen Finale der Masters-Doppelzweier die erste Goldmedaille für uns. Trotz eines Vorsprungs von 11,5 Sekunden kam das um 20 Jahre jüngere Boot aus Magdeburg bis zum Ziel gefährlich auf und selbst unser als Sprecher fungierender Ruderverbandspräsident Steffen Planer konnte den Sieger nicht mit bloßem Auge ausmachen. Hier musste ein Zielfotoentscheid her und dieser sah dann die Renngemeinschaft Halle / Bernburg vorn. Die Freude war groß und die Jagd auf weitere Titel und Medaillen war eröffnet.

Im nächsten Rennen schickten die Starter die Mädchen-Doppelzweier der AK 12/13 auf die 950 Meter Strecke. Hier hatten die Trainer zwei Boote in einem 6 Boote-Feld gemeldet. Dem Zschornewitzer-Doppelsieg konnten die Mädchen leider nichts entgegensetzen und erkämpften mit den Plätzen drei und vier weitere wertvolle Punkte für die Vereinswertung. Die Boote aus Magdeburg und Halle konnten aber deutlich auf die hinteren Plätze verwiesen werden. In den beiden Bernburger Booten saßen Sophia Roloff mit Yasmin Zerbin sowie Priscilla Herbst mit Hannah Löwenthal. In der Leichtgewichtklasse derselben Alters- und Bootsklasse erruderten sich Helena Baumbach und Marie-Luise Gumtz eine Silbermedaille. Hier konnte der Doppelsieg der beiden Zschornewitzer Boote verhindert werden.

Zweimal Zschornewitz und einmal Bernburg standen in den Startlisten der Jungen-Vierer der AK 10/11. Hier ging ein sehr junges Bernburger Boot an den Start und musste sich mit den ein Jahr älteren Sportlern vom ZRC messen. Die Trainer konnten hier keine Prognose über die Endplatzierung abgegeben. Doch die jungen Burschen überraschten ihre Trainer und stießen in die Falance der Heimmannschaften vor und erkämpften sich einen tollen zweiten Platz. In dem Bernburger Boot saßen Anthony Grube, Jakob Kannenberg, Lennart Kairies, Jakob Böttcher und Steuerfrau Marie-Luise Gumtz.

Im Männer-Zweier ohne gingen neben den Booten aus Halle, Magdeburg und Zschornewitz drei Bernburger Boote an den Start. Hier war man doch sehr gespannt wie sich die Männer des Bernburger Achters in der Kleinbootsklasse schlagen werden. Am Ende hießen die Sieger Karl Zander und Lukas Nitzsche. Sie überquerten vor Hartmann/ Eichner aus Halle und Schultz/ Dankel aus Magdeburg die Ziellinie.

Zwei Rennen später konnte sich Paula König über einen zweiten Platz im Einer der Leichtgewichts-Juniorinnen freuen.

Den ersten Titel im Kinderbereich erruderte an diesem Wochenende die Doppelzweierbesatzung Protzmann / Schumann. In der AK 12/13 siegten sie vor den Booten aus Magdeburg und Zschornewitz.

Drei Bernburger Boote und zwei Boote vom heimischen ZRC standen in den Startlöchern zum Rennen der Mädchen-Doppelvierer AK 10/11. Hier war, wie schon den ganzen Tag, erstmal der Seitenwind ein großer Gegner. Nach der Starfreigabe stieg der Puls der Trainer stark an und man hoffte das diesmal wenigsten ein Trumpf stechen wird. Und es gelang der Sieg in dieser Bootsklasse. In der Besetzung Warczog, Handt, Wartmann, Woitun und Steuerfrau Grosser legte das Bernburger Boot freudestrahlend am Siegersteg an und nahmen ihre Goldmedaillen in Empfang. Auf den Plätzen folgte die beiden Boote vom ZRC gefolgt von den beiden anderen Bernburger Booten.

Mit einer Bronzemedaille trugen sich die Junioren A Tobias Strätz und Oliver Ernst in die Ergebnislisten ein. Sie konnten im Doppelzweier in einem fünf Boote-Feld einen guten dritten Platz erkämpfen. Hier siegte die Renngemeinschaft Halle / Wittenberg vor dem Weissenfelser RV und den Bernburgern. Die Plätze fünf und sechs belegten das zweite Weissenfelser Boot und er RC Alt-Werder Magdeburg.

Einen Doppelsieg für Bernburg gab es im Einer der Junioren A. Es siegte Cedric Struve souverän vor Oliver Ernst und Jonas Enkhardt aus Wittenberg.

Eine weitere Silbermedaille konnte dem Jungen-Doppelvierer der AK 13/14 überreicht werden. Hier war die Freude bei den vier Ruderrecken und Steuerfrau Zoe Altaner groß als sie am Siegersteg anlegten. In der Besetzung Georgius, Sobolewski, Böttcher und Lehmann mussten die Jungs nur dem Boot aus Magdeburg den Vortritt lassen. Die Boote aus Zschornewitz, Halle und Bernburg wurden auf die hinteren Plätze verwiesen. Nach diesem Ergebnis konnte Franz Michel Lehmann sein Missgeschick aus dem Doppelzweierrennen etwas vergessen machen. Hier setzte er mit seinem Partner Luis Georgius zum entscheidenden Endspurt an und beide sahen bereits wie die sicheren Sieger aus. Doch kurz vor dem Ziel fing er sich einen Krebs ein und der erhoffte Sieg war futsch.

Auch im Frauenbereich konnten wir an diesem Wochenende einen Landesmeistertitel auf der Habenseite verbuchen. Im Frauen-Doppelvierer ohne siegten Ulrike Michelbrink und Celina Stötzer mit ihren Partnerinnen aus Magdeburg vor der Renngemeinschaft von Halle, Zschornewitz, Wittenberg und Weissenfels.

Niklas Ludwig und Silas Bullert hießen die Sieger im Jungen-Doppelzweier der AK 12. Sie setzten sich mit langen sauberen Ruderschlägen gegen die Boote aus Zschornewitz und Halle durch.

Den Abschluss des ersten Renntages bildet wie so oft der Männer-Achter. Hier musste sich das Bernburger Boot gegen starke Konkurrenz aus Halle und Magdeburg währen. In den beiden Konkurrenz-Booten saßen ehemalige oder noch aktive Nationalmannschaftsruderer wie Florian Eichner, Chris Hajek im Hallenser Boot oder Marcel Hacker und Phillip-Andre` Syring im Magdeburger Boot. Nach dem erfolgten Startschuss ging das Bernburger Boot gewohnt schnell das Rennen an und es kristallisierte sich ein Zweikampf zwischen Halle und Bernburg heraus. Die Magdeburger hatten relativ schnell mit dem Ausgang des Rennens nichts mehr zu tun. Der Bord an Bord Kampf zwischen Halle und Bernburg setzte sich über die gesamte Distanz fort. Am Ende siegte der Bernburger Männerachter mit einer Luftkastenlänge vor den Hallenser Boot.

Unser sportlicher Leiter war am Abend des ersten Renntages mit den bisher erreichten Ergebnissen zufrieden und verkündete, dass bereit 10 Titel und viele weitere gute Platzierungen erkämpft wurden und wir den beiden großen Leistungssportzentren Paroli bieten.

Der zweite Finaltag startete, nach den Vorläufen am Morgen, mit dem Juniorinnen-Doppelzweier A. Hier konnte Jasmin Jennert mit Pauline Rauls (Havelberg) die Silbermedaille in einem 4 Boote-Feld errudern. In diesem Rennen siegte die Hallesche Rudervereinigung. Die Rgm Weissensels / Zschornewitz folgte auf Platz drei. Der Mix-Doppelvierer A in der Besetzung Michelbrink, Stötzer, Streibler und Strätz konnte mit einer Silbermedaille das Gesamtergebnis aufwerten. Sie mussten sich nur dem Boot vom SCM geschlagen geben und verwiesen Alt-Werder Magdeburg auf Platz drei.

Mit Platz zwei am Ende eines starken Endspurts, bei welchem sie Michelle von Geyso nierderrang, konnte sich Zoe Altaner in die Ergebnislisten eintragen. Sie musste sich im Leichtgewichts-Einer der Mädchen AK 14 nur Michelle Frauenberg (HRV) geschlagen geben.

Seine zweite Goldmedaille an diesem Wochenende konnte sich Niklas Ludwig nach dem Zieleinlauf des Jungen-Einer AK 12 abholen. Mit Ausdauer, Biss und entscheidenden langen sauberen Ruderschlägen ließ er der Konkurrenz keine Chance und verwiess die Boote aus Halle, Zschornewitz und Burg auf die hinteren Plätze. Gleiches gelang Timo Schumann im Einer der AK 13. Auch hier konnte der sehr athletische Sportler seine körperlichen Vorteile gepaart mit einer starken Willensleistung ausspielen und lies die Boote aus Magdeburg und Halle hinter sich.

Karolina Ulrich und Leonie Grube waren die beiden Starterinnen, welche nach den Vorläufen der Mädchen-Einer AK 12 im Finale an den Start gingen. Beide Mädchen sind sehr talentiert und haben das Zeug eine Medaille zu gewinnen. Am Ende stand eine Bronzemedaille für Karolina und ein vierter Platz für Leonie zu Buche. Karolina konnte dabei ihre Zeit aus dem Vorlauf deutlich verbessern. Leonie hat wieder an Erfahrung dazugewonnen und wird mit Sicherheit beim nächsten Mal eine Medaille gewinnen.

Auch am zweiten Renntag der 29. Landesmeisterschaften beendet ein Achterrennen die Wettkämpfe. Im Masters-Achter konnten sich Günter Rudolf und Gerhard Hartkopf mit ihren Ruderkameraden aus Halle und Schönebeck gegen eine Renngemeinschaft Magdeburg, Schönebeck, Burg und Wittenberg durchsetzen.

Am Ende eines schönen aber durchaus auch anstrengenden Wochenendes standen 15 Titel und viele weitere gute Platzierungen zu Buche. Dieses Ergebnis bedeutete Rang drei in der Vereinswertung hinter Halle und Magdeburg. Dies zeigt die gute Arbeit des gesamten Bernburger Trainerteams und die funktionierende Zusammenarbeit mit den Trainern aus Havelberg, Tangermünde und Bitterfeld.

Ein großer Dank geht auch an Familie Schumann und Familie Kürschner für die Unterstützung an diesem Wochenende.

Daniel Sobotta

Wanderfahrt zum Männertag

Dass Mann den Männertag nicht nur mit Männern verbringen muss, bewiesen die Ruderer des BRC. Sie veranstalteten eine Familienwanderfahrt mit anschließendem Grillabend auf der Sonnenterasse des Ruderhauses.

Am Donnerstag, den 30.Mai starteten 28 Mitglieder des BRC zur diesjährigen Männertags-Wanderfahrt. Mit dabei waren neben den Frauen auch einige Jugendliche und Kinder. Unter den Erwachsenen wagte so mancher zum ersten Mal eine Ausfahrt außerhalb der üblichen Trainingszeiten.

Start war 9.30 Uhr am BRC. Die Boote mit festen und auch etwas flüssigen Proviant bestückt, ging in lockerem Tempo Richtung Plötzkau zum Toten Saale-Arm. Da auch viele Angler das schöne Wetter nutzten, war es gar nicht so einfach, einen ausreichend großen Platz für die Boote und Ruderer für einen Zwischenstopp zu finden. Nach einer entspannten, ausgiebigen Pause ging es bei strahlend schönem Wetter wieder zurück, so dass wir gegen 15 Uhr wieder am Bootshaus anlegten. Aber an Feierabend dachte kaum jemand, denn die Sonnenterasse lud zu einem schönen Grillnachmittag bzw. Grillabend ein. Dank einem leckeren und bunten Mitbringbuffett klang der Tag für alle Sportler sehr angenehm aus. Es war ein wunderschöner Tag!

Antje Wächtler

123. Bernburger Ruderregatta am 04./05.Mai 2019 – Gastgeber siegten 34 Mal / Der Salzlandachter konnte zum Saisonauftakt überzeugen

Auch diese Bernburger Ruderregatta war wieder ein Volltreffer und unterstrich zu 100 Prozent ihre Daseinsberechtigung im Wettkampfkalender des Deutschen Ruderverbandes. 29 Vereine und 30 Renngemeinschaften, hauptsächlich aus Sachsen-Anhalt und Sachsen, aber auch aus Berlin und Niedersachsen gaben ihre Meldungen ab. Insgesamt meldeten 683 Boote – mehr als je zuvor. 130 von 172 ausgeschriebenen Rennen sind zustande gekommen. Insgesamt gab es 214 Läufe an beiden Wettkampftagen. 482 Sportler nahmen an der Regatta teil, davon 192 Jungen und Mädchen. Ab der AK Junioren B (84 Starter!) war dann bis zu den Masters ein buntes Starterfeld zu sehen. Dabei konnte der aufmerksame Betrachter feststellen, dass besonders bei den Frauen (Seniorinnen und Masters) eine positive Entwicklung zu verzeichnen war. Wann gab es schon Mal ein Rennen im Frauen – Vierer ohne mit 3 Booten am Start hier auf der Saale! Auch die Mixed – Rennen profitierten davon.

Zur Organisation gibt es nicht viel zu sagen: alles im grünen Bereich. Alle erfahrenen Regattahelfer des Bernburger Ruderclubs hatten ihre Zusage gegeben und alle waren da. Das ist eine unglaubliche Geschichte und wir können diese nur weiter schreiben, wenn stetig neue Helfer integriert werden.

Das Wettkampfrichterteam, um Obmann Steffen Buschmann, war mit 10 WKR auch sehr gut aufgestellt und hatte das Renngeschehen jederzeit im Griff. Bei einem Rennabstand von nur 4 Minuten kam es lediglich am Samstag zu einer Verzögerung von 20 Minuten (geschuldet durch nicht ganz optimale Gestaltung der Schifffahrts-pause). Durch den Einsatz eines vierten WKR-Bootes konnte diese dann wieder geschlossen werden. Auch die Einhaltung der Ruderwettkampfregeln des DRV wurde mit Nachdruck durchgesetzt.

Natürlich wurden wir auch wieder vom Technischen Hilfswerk und der Wasserwacht vom DRK Bernburg unterstützt. Ohne deren Arbeit wäre die Regatta in dieser Qualität nicht durchführbar. Das THW zeichnete sich in erster Linie für das Betreiben der Startanlage verantwortlich, während die Kameraden der WW für die Sicherheit der Sportler auf dem Wasser und an Land zuständig waren. Ein dickes Dankeschön an Jörg Däumenichen vom THW, dem Initiator und Entwickler der Startanlage.

Einen Einblick vom Startgeschehen konnte in diesem Jahr erstmalig durch eine Live-Übertragung via Kamera ins Bootshaus gewonnen werden. Dieser Test kam bei den Trainern und Aktiven sehr gut an.

Auch die Versorgung ließ kaum Wünsche offen. Alles war gut geplant und vorbereitet. Problematisch wurde es nur zum Frühstück am Sonntag, weil deutlich mehr Sportler teilnahmen als angemeldet waren. 2020 wird es daher eine kleine organisatorische Veränderung geben.
Aufgrund der niedrigen Temperaturen stieg in diesem Jahr die Nachfrage nach Luma-Quartieren, was aber keine Probleme bereitete. Die Kapazitäten direkt am Sattelplatz reichten trotzdem aus.

Sportlich lief es für die Bernburger Ruderer gut. Richtig überrascht hat uns der verjüngte „Salzlandachter“. In welcher Art und Weise der Sieg im Hauptrennen am Samstag über die 1000 m im Männerachter gegen Pirna und Dresden herausgefahren wurde, war schon beeindruckend. Der Achter legte dann am Sonntag in den Bundesliga-Testrennen nochmal kräftig nach. Mit einem Sieg und einem 2.Platz über die 350 m konnten sie das heimische Publikum überzeugen.

Aber auch andere Bernburger hatten einen starken Auftritt, so der Trainer Maik Wartmann. Von seinen Aktiven hob er besonders hervor: Anthony Grube (AK10), Timo Schumann und Jonas Protzmann (AK13), Niklas Ludwig und Lennert Makowski (AK12), Karolina Ulrich und Leonie Grube (AK12). Auch die Masters Günter Rudolf und Gerhard Hartkopf waren mehrfach erfolgreich. Insgesamt siegten die Bernburger 34 Mal.

Den Wanderpokal im Vereins-Cup inclusive der Siegprämie von 150,-€ gewann Planeta Radebeul mit 28 Punkten vor dem Pirnaer RV (21) und dem BRC (15). Im Vereins-Cup kamen 14 ausgeschriebene Rennen in die Wertung.

Im Vierer-Sprintcup sicherte sich das 1. Bernburger Boot die Prämie von 200,- € vor dem Boot aus Wurzen und Bernburg Boot 2.

Der Vorstand des BRC e.V. bedankt sich herzlichst bei allen Helfern, beim THW, bei der Wasserwacht, beim Wasser-und Schifffahrtsamt- AS Bernburg, bei allen Anliegern, bei der Stiftung Ev. Jugendhilfe, bei der Freizeit-GmbH und der Stadt Bernburg für ihre Unterstützung.

Jürgen Kairies / Regattaleiter

Frühjahrsregatta in Zschornewitz – durchwachsener Auftakt der „Heimspiele“

Dieses Jahr stellte der Regattaplan einige Vereine aus Sachsen-Anhalt vor größere logistische Herausforderungen. Da sich das Trainingslager im Frühjahr in Prieros immer an den Osterferien orientiert und diese auf Ende April fielen, haben einige Sportler das Trainingslager unterbrochen um mit ihren Trainern einen kurzen Abstecher zu Zschornewitzer Frühjahrsregatta zu machen.

Keine Probleme mit diesen ungewohnten Belastungen aus mehreren Trainingseinheiten am Tag und dem Reisestress von Prieros nach Zschornewitz schienen die Mädchen im Einer der AK 12 zu haben. In diesem Rennen siegte, etwas überraschend, Clara Grosser vor Leonie Grube und Beatrice Siewert (ZRC). Leonie, welche die Langstrecke im Einer in Leipzig souverän gewinnen konnte, galt in diesem Rennen aus Bernburger Sicht als Favoritin. Sie musste sich aber ihrer Vereinskameradin deutlich geschlagen geben.

Nicht zufrieden war Trainer Maik Wartmann mit den Leistungen der beiden Mädchen-Doppelvierer in der AK 12/13. Beide Boote machten in einem 4 Boote Feld nur die Plätze drei und vier unter sich aus. Mit deutlichem Abstand siegte hier das Boot des gastgebenden Zschornewitzer RC vor dem Boot der Halleschen Rudervereinigung. Die kurze und knappe Auswertung von Maik lautetet: „Da fehlt einfach der Biss um ein solchen Rennen offener gestalten zu wollen.“

Niklas Ludwig wollte es Clara Grosser gleichtun und siegte im Jungen-Einer AK 12. Mit einem langen und technisch guten Ruderschlag konnte er sich Stück für Stück von der Konkurrenz absetzen und eine weitere Medaille mit nach Hause nehmen.

Über den Winter hat anscheinend auch Timo Schumann gut trainiert. Der ehrgeizige Athlet konnte wieder einmal ein Einer-Rennen souverän gewinnen und Marcus Albrecht (Berlin) und Benjamin Kretschmann (Halle) auf die Plätze zwei und drei verweisen.

Julian Sobolewski (AK 14) musste sich in seinem Einer-Wettkampf mit Platz drei begnügen. Kleinere technische Fehler und mangelnde Konzentration ließen hier keine bessere Platzierung zu.

Einen weiteren Sieg konnten die Trainer nach dem Jungen-Doppelzweier AK 12/13 auf ihren Zetteln notieren. Jonas Protzmann und Moritz Ziegelmeier siegten in ihrer Abteilung in 4:01.07 vor den Booten aus Zschornewitz und Burg. Hier hatte sich die Prognose von Lars Schindler bewahrheitet, welcher den beiden Jungs einiges zu getraut hat: „Wenn die Beiden sich konzentrieren und das umsetzen was man ihnen sagt, rudern sie wirklich gut.“

Zwei weitere Siege konnten im Juniorinnen-Doppelvierer B in Renngemeinschaft mit Schönebeck und Magdeburg und im Jungen-Doppelvierer AK 12/13 für die Bernburger errudert werden. In der Besetzung Struve, König, Urbahn und Reichelt konnte ein reines Zschornewitzer Boot und eine Renngemeinschaft Zschornewitz / Halle auf die Plätze zwei und drei verwiesen werden. Die Jungs um Jonas Protzmann standen ihren älteren Vereinskameradinnen in nichts nach und konnten in einem 5 Boote Feld ebenfalls die Boote aus Zschornewitz und Halle auf die Plätze verweisen.

Den Abschluss der Regatta bildeten die Doppelvierer der Jungen und Mädchen der AK 11/12.

Auch hier sollte aus Bernburger Sicht jeweils ein Sieg herausspringen. Doch oft kommt es anders als man denkt. Der Mädchenvierer in der Besetzung Grosser, Rink, Grube und Ulrich konnte sein Potential auf unerklärliche Weise nicht ausschöpfen und musste sich mit dem dritten Platz zufriedengeben. Es siegte das Boot aus Halle vor dem Boot aus Zschornewitz Die kurze Analyse der Trainer lautete nur: „Rudertechnisch können das alle vier Sportlerinnen deutlich besser. Alle vier sind in diesem Rennen unter ihren Möglichkeiten geblieben.“

Nicht ganz unproblematisch war die Rennvorbereitung der 12-jährigen Jungs um Niklas Ludwig. Sie setzten mit dem falschen Boot ab und mussten somit auch damit klarkommen, dass ihre Ruderplätze nicht richtig eingestellt waren. Hier hatte Trainer Maik Wartmann den Sieg eigentlich schon abgeschrieben. Doch die Jungs überraschten ihren Trainer und ruderten so gut es ging einen knappen Sieg, vor Zschornewitz und Halle, nach Hause.

Am Ende des Tages konnten Trainer und Sportler mit 11 erruderten Siegen die Rückfahrt nach Prieros ins Trainingslager antreten.

Daniel Sobotta

6. Landesmeisterschaften im Ergometerrudern und Athletik-Wettkampf 2019

Wie jedes Jahr im Januar ging es auch dieses Jahr am Samstag, 19.Januar nach Magdeburg in die Landeshauptstadt, um dort die Landesmeister im Ergometerrudern, sowie die athletisch fittesten Jungruderer des Landesruderverbandes Sachsen-Anhalt zu bestimmen.

So ging es auch für den Rudernachwuchs von Trainer Maik Wartmann  nach Magdeburg. Mit Sportlern vom jungen Alter von 9 Jahren bis zu den Sportlern im Seniorenbereich konnten wir aus Bernburger Sicht auf ein breites Teilnehmerfeld blicken.

Für die Sportler im Alter von 9 bis 13 Jahren ging es nach der Ankunft in die Turnhalle der Sportsekundarschule Magdeburg, die auch dieses Jahr wieder als Ausrichtungsort des Athletikwettkampfes diente. Hier wurden Fähigkeiten wie Schnelligkeit, Agilität aber auch Kraft und Kondition von den Sportlern abverlangt. Für den Bernburger Ruderclub gingen 20 Jungen und Mädchen an den Start. Mit einem Gesamtsieg konnten sich hier Timo Schumann (AK 13) und Niklas Ludwig (AK12) belohnen, die ebenfalls den Gewandheitslauf in ihren Altersklassen für sich entscheiden konnten und sich damit für ihren Trainingsfleiß im Winter belohnen durften.

Zeitgleich ging es in der benachbarten Mehrzweckhalle der GETEC-Arena heiß her. Die Sportler ab 14 Jahren traten hier auf dem Ergometer gegeneinander an und kämpfen um die diesjährigen Landesmeistertitel. Hier gelang Zoe Altaner im Rennen der Altersklasse 14 bereits der erste Medaillenplatz. In einem ausgedünnten Platz belegte sie den 2.Platz und somit Silber.

Ein sehr starkes Rennen lieferte ebenfalls Cedric Struve bei den Junioren männlich der Altersklasse A ab. Auf der 2000 Meter langen Strecke hielt er wacker gegen die ein Jahr ältere Konkurrenz gegen. Doch leider gelang es ihm als einziger Nicht Sportschüler dieses Rennen nicht, sich gegen Junioren WM Gold- und Bronzemedaillengewinner durch zu setzen und konnte seine starken Zeiten aus dem Training nicht wiederholen.

Ebenfalls über die Distanz von 2000 Meter ging Benjamin Kuhnert bei den Senioren an den Start, leider jedoch als einziger Teilnehmer. Doch auch ohne Gegner lies er sich nicht von seinem Renn-Plan abbringen und beendete die Strecke in einer Zeit von 6:23 und einer Goldmedaille.

Deutlich spannender ging es in der Wettkampfklasse 2 der Senioren zu. Hier kam es zu einem Duell der Salzland Achter Besetzung in Form von Schlagmann Karl Zander und Neuzugang Lukas Nitzsche. Mit gerade einmal 0,4 Sekunden Vorsprung konnte Lukas das Rennen für sich entscheiden.

Ein weiterer Sieg für das Team Salzland Achter konnte Oliver Ernst erzielen, der das Rennen der Wettkampfklasse 2 der A Junioren mit bequemen acht Sekunden Vorsprung gewinnen konnte.

Maik Wartmann

Abrudern 2018

Empfang für Weltmeister Maximilian Planer beim traditionellen Abrudern

Am Samstag, dem 03.11.2018 führt der Bernburger Ruderclub e.V. sein traditionelles Abrudern durch. „Ich freue mich sehr, dass es unser Doppel-Weltmeister Maximilian Planer einrichten und an der Veranstaltung teilnehmen kann, obwohl sein Training und damit die Saisonvorbereitung auf 2019 schon wieder begonnen hat“, so Gerhard Hartkopf der Vorsitzendes des Bernburger RC.

Der Mannschaft mit dem  Modell-Athleten Maximilian Planer im Mittelschiff, dessen Laufbahn im Bernburger Bootshaus begann, war 2018 etwas Besonderes gelungen. Erstmals gelang es einer Achtercrew den Titel zu verteidigen, ohne dass es im Vergleich zum Vorjahr eine Umbesetzung gab. Der Vorsprung vor der Konkurrenz war in diesem Jahr im bulgarischen Plovdiv sogar noch größer als vor Jahresfrist in Sarasota.

Neben Vertretern aus Politik und Wirtschaft wollen insbesondere die Vereinsmitglieder „ihrem Maximilian“ einen würdigen Empfang bereiten, auch alle interessierten Bernburger und Ruderfreunde sind natürlich zu dem Empfang eingeladen.

„2018 waren sogar Freunde und Bekannte aus Weißenfels, Halle und Magdeburg dabei, ich freue mich schon auf den Nachmittag im Verein“, so Maximilian.

Der Empfang ist eingebettet in das Programm, welches 14 Uhr mit der Begrüßung und Eröffnung beginnt. Danach werden die Vereinsmeister im Einer ermittelt, bevor einige Mannschaften im Achter auf`s Wasser gehen. Ab 16 Uhr steht Maximilian dann allen Autogrammjägern zur Verfügung und auch das WM-Rennen wird noch einmal per Video zu sehen sein.

Simon Hamann

Trainingslager Prieros Herbst 2018

Am 29. September war es wieder mal Zeit für die Trainingsgruppe von Maik Wartmann die Boote abzubauen und für das Trainingslager in Prieros zu verladen. Wie es mittlerweile schon Tradition geworden ist, geht es jedes Frühjahr und Herbst an die Seenplatte zum Hölzernen See. Als wichtigster Inhalt stehen hier zum einen das Erlernen der Rudertechnik und die damit verbundene Technikstufenprüfung für die Anfänger auf dem Plan. In diesem Jahr konnten drei junge Sportler die Technikstufen I und II erhalten und dürfen somit ab sofort an Regatten teilnehmen.

Für die schon fortgeschrittenen Sportler stand zum Ende der Saison noch einmal das Sammeln von Trainingskilometern auf dem Plan. Nach der am 30. September statt gefundenen Landeskaderüberprüfung wurden bereits erste mögliche Mannschaftskombinationen für die kommende Saison getestet. Aber auch an Land beim Lauftraining oder in der Halle wurde fleißig trainiert. Natürlich stehen noch keine endgültigen Besatzungen fest, denn über den Winter ist noch für einige Sportler sehr viel Entwicklungspotential gegeben, so ist sich Maik Wartmann sicher. In schweißtreibenden Stunden im Kraftraum, auf dem Ruderergometer oder auch im Ruderbecken wird nun die Vorbereitung für die kommende Saison aufgenommen, so dass der Bernburger Ruderclub auch im Jahr 2019 wieder zahlreiche Erfolge feiern kann.

Tobias Strätz

Deutschlandachter verteidigt eindrucksvoll seinen WM-Titel

Plovdiv, die älteste dauerhaft bewohnte Stadt Europas, mitten in Bulgarien gelegen, war in diesem Jahr Gastgeber der Ruder-Weltmeisterschaften. Auf der künstlich und mitten im Ort angelegten Regattabahn, welche an die Rennstrecke in München-Oberschleißheim erinnert, begann die Weltmeisterschaft am 09.09.2018. Der Deutschlandachter, mit unserem Maximilian Planer auf Platz 3 an Bord, griff am 12.09. erstmals in’s Geschehen ein. Im Vorlauf trafen die vier erstplatzierten Boote der diesjährigen Europameisterschaft, neben den Deutschen waren dies die Holländer, Rumänen und Italiener aufeinander. Der Deutschlandachter drückte von Beginn an dem Rennen seinen Stempel auf und zog mit einem deutlichen Vorlaufsieg vor den Italienern direkt ins Finale ein.

Den zweiten Vorlauf gewannen die US-Amerikaner, knapp gefolgt von Australien. Beide Boote schenkten sich bis zur Ziellinie nichts und ruderten ganz knapp an der derzeitigen Weltbestzeit, gehalten vom Deutschlandachter, vorbei.

Den Hoffnungslauf gewannen die Briten vor den Rumänen, damit war das Finale komplett.

Am 16.09.war es dann endlich soweit – das Finale konnte beginnen. Auf Grund des böig in die Regattastrecke einfallenden Windes hatte die FISA-Fairness-Kommission entschieden, die Bahnen neu zu vergeben, so dass die Vorlaufsieger nebeneinander auf Bahn 5 (Deutschland) und Bahn 6 (USA) an den Start gingen. Auf Bahn 4 ruderten die Australier, „besser hätte es eigentlich nicht kommen können, wir hatten die vermeintlich stärksten Gegner direkt neben uns“, berichtete Maximilian nach dem Rennen.

Schon an der 250 m-Marke hatte das deutsche Boot die Bugspitze vorn, knapp gefolgt von den Briten, den USA und Australien. In beeindruckender Manier wurde dieser Vorsprung bis zur Streckenhälfte bei  1000 m auf eine Länge ausgebaut. „Jetzt entscheidet sich das Rennen, die dritten 500 m sind heute das wichtigste Teilstück“,  motivierte Steuermann Martin Sauer seine Mannschaft, welche, inspiriert durch seine Worte und den bereits komfortablen Vorsprung ihre ganze technische Extra-Klasse demonstrieren konnte. „Nach 1500 m haben alle Muskeln total gebrannt, da waren wir schon ganz schön am Limit. Ich hatte das Gefühl, nur noch mit halber Rollbahn dem Schlag folgen zu können“, so Maximilian weiter. Mit fast zwei Sekunden Vorsprung überquerte der Deutschlandachter vor den Australiern und den Briten die Ziellinie – und nach der ersten Erholung gingen die Arme der Crew in bekannter Manier in die Luft. Die Serie der ungeschlagenen Finalrennen in den Jahren 2017 und 2018 riss auch diesmal nicht!

Gefragt nach seinen Eindrücken zum Wettkampf antwortete unser nunmehr zweifacher Weltmeister:

  • „Die Anspannung vor dem Finallauf war schon extrem, jeder verarbeitet diese ja auch anders. Auch das lange Warten bis zum Vorlauf und dann bis zum Finale kann schon belastend sein, da muss man sich gut ablenken. Das ist uns ganz gut gelungen.“
  • „Im Finale waren wir dann schon überrascht, wie gut und schnell wir uns vom Feld absetzen konnten. Wenn man die Gegner aus dem Augenwinkel sieht, rudert es sich natürlich leichter – raus gucken ist verboten, wie früher in der Jugend…“
  • „Ich bin unendlich stolz auf unsere Mannschaft, die Titelverteidigung ist emotionaler als der erste Titelgewinn im Vorjahr, zumal es erstmals einer deutschen Mannschaft gelungen ist, einen WM-Titel im Achter in gleicher Besetzung zu verteidigen.“

Wir gratulieren Maximilian und seiner Mannschaft und wünschen allen einen schönen Urlaub !!!

Simon Hamann

Quelle der Fotos: www.meinruderbild.de

Besuch aus Passau

Der Passauer Ruderverein von 1874 e.V., den Kennern des Bernburger Rudersportes durchaus bekannt durch Felix Wimberger, dem langjährigen Partner unseres Doppel-Weltmeisters Maximilian Planer, besuchte mit seiner Männer-Wanderrudergruppe „Die Krawotten“ den Bernburger Ruderclub vom 21.-23.09.2018. Neben einem umfangreichen Kulturprogramm war der Höhepunkt des Ausfluges eine Tagesfahrt nach Barby. Anbei einige Bilder, ein ausführlicher Bericht aus Sicht der Passauer Teilnehmer erscheint  in der dritten Ausgabe unserer Vereinszeitung „Der Ruderbo(o)te:“

Steffen Planer

Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ in Magdeburg

Zum zweiten Mal fand in diesem Jahr die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ in Magdeburg statt. Insgesamt nahmen 85 Boote an der Regatta teil, gerudert wird ausschließlich in Gig-Doppelvierenr und die Steuerleute werden vom Veranstalter gestellt. Die Teilnehmer der Regatta – vor allem Ärzte, Pfleger/innen und Firmen mit ihren Mitarbeitern rudern aktiv zur Unterstützung eines guten Zwecks: Mit den Erlösen der Aktion werden u.a. Sporttherapeuten finanziert, die gezielt Sportprogramme für Krebspatienten anbieten und Kurse durchführen.

In der „Meisterklasse“, hier rudern Teilnehmer, welche bereits über Regattaerfahrung verfügen, waren auch drei Teilnehmer unseres Ruderclubs vertreten. „Eigentlich wollten wir hier in einem 68er-Vierer an den Start gehen, mit Ruderern, die alle 1968 geboren wurden“, so Frank Ebruy vom Meißner RC Neptun, der gemeinsam mit Sören Exnowitz (USC Magdeburg) und Steffen Planer im Frühjahr die Idee hatte.  Exnowitz ergänzte: „Leider mussten dann zwei Kameraden kurzfristig absagen, und so waren wir froh, dass Susanne Planer und Günter Rudolf einsprangen. Es hat auf alle Fälle Spaß gemacht. 2020 sind wir wieder dabei!“

Nach Platz 3 im Vorlauf und einem Sieg im Hoffnungslauf gelang der Einzug ins A-Finale, wo die Crew am Ende den 4.Platz belegte und damit durchaus zufrieden war. Die Platzierung spielt bei dieser Regatta jedoch  für alle Mannschaften eher eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist, die Stiftung mit unserer schönen Sportart zu unterstützen. Dies ist den Veranstaltern in Magdeburg sehr gut gelungen.

Steffen Planer

Bernburger Ruderer am Tough Mudder

Am 02.09.2018 machten sich sechs Ruderkammeraden auf den Weg zum Lausitzring, zu einer etwas anderen Sportveranstaltung:
Sarah Hantschel, Daniela Mohs, Celina Stötzer, und Ulrike Michelbrink suchten nach dem Ausstieg aus der Ruder-Bundesliga mit dem Salzkristall-Achter, eine neue sportliche Herausforderung. Und da war sie – TOUGH MUDDER!
Gemeinsam mit unseren Sportsfreunden Laura Schramm und Uwe-Veit Sanow begannen die Vorbereitungen des Teams „Stiftung Wadentest“. Auf dem Trainingsplan standen neben dem gemeinsamen Laufen, auch Ausdauer, Krafttraining und Kiputh.
Kaum angekommen ging es auch schon durch den Check- In und ab auf das Veranstaltungsgelände, wo wir auf den ersten Blick schon erahnen konnten, was uns erwartet- viel Schlamm, Dreck und Schweiß! Kurze Zeit später standen wir mit unseren noch zart rosa Trikots auch schon in der Warm-up- Zone mit unzähligen Mitstreitern. Dann ertönte der Startschuss und die Massen wurden in die Spur geschickt. Auf einer Strecke über 9km mussten wir neben dem „Blockness“, dem „Kiss of Mud“ und dem „Hangover“, insgesamt 13 Hindernisse als Team bewältigen. Dabei ging es durch Schlamm, Wasser, unter Stacheldraht hindurch, über Huckepack tragen, bis hin zu drei Meter hohen Holzwänden, die überwunden werden mussten. Da blieb natürlich auch der ein oder andere Ausrutscher in den Matsch, mit dem Gesicht voran, nicht aus. Die Lacher waren also vorprogrammiert. Das Miteinander aller Teams an den verschiedenen Stationen war überwältigend und machte diese Veranstaltung unter anderem aus. Die Vorbereitungen haben sich gelohnt und als das Ziel in greifbare Nähe rückte, waren alle blauen Flecken und Blessuren so gut wie vergessen. Ich würde sagen: Stiftung Wadentest – bestanden! Wir haben Blut geleckt und werden auch im nächsten Jahr wieder antreten.

Ulrike Michelbrink

Wanderrudertreffen in Havelberg

Im  Terminkalender der Freizeitruderer stand in der Zeit vom 15.06. bis 17.06. das 6. Wanderrudertreffen von Sachsen-Anhalt in Havelberg an, welches alle 2 Jahre von einem anderen Ruderclub ausgerichtet wird. 80 Ruderer aus Sachsen-Anhalt und angrenzenden Bundesländern waren angereist. Auch wir Bernburger Ruderer nahmen mit 3 Ruderkameradinnen sowie 5 Ruderkameraden teil.

Am Sonnabend klingelte der Wecker zeitig und nach einem kräftigenden Frühstück ging es für  Steffen, Daniel und Peter mit den mitgebrachten Fahrrädern von Havelberg nach Arneburg. Der Rest fuhr mit dem Bus zum Startpunkt nach Tangermünde zum dortigen Ruderclub. Als alle Boote zu Wasser waren und im Hafenbecken warteten, gab die Havelberger Wanderruderwartin Beate Gädecke die Wanderfahrt frei. So nahmen u.a. wir, Christine, Jana, Lutz und Günter im Vierer mit einem Ruderkameraden aus Verden, die 38 Kilometer von Tangermünde nach Havelberg, in Angriff. Bei  herrlichem Ruderwetter ging es unterhalb der Burg aus dem Hafen von Tangermünde raus auf die Elbe.

Die  Mittagspause war in Arneburg angesagt. Dort trafen die Ruderer mit den Fahrradfahrern zum „Nudeln mit roter Soße“-Essen zusammen. Die  Mittagspause konnte dann auch genutzt werden, um auf die Aussichtsplattform von Arneburg zu steigen, welche einen weiten Ausblick auf die Elbauen freigab. Wir Ruderer nahmen nach der Mittagspause die letzten 20 Kilometer in Angriff, wobei hier noch zwei Fähren und eine Schleuse auf uns warteten. Da wir diese jeweils zusammen passieren sollten, waren alle Boote nicht weit auseinander und es ergab sich beim Sammeln der Boote das eine oder andere Gespräch mit dem Nachbarn.

Am Steg der Ruderriege Havelberg wurden dann alle Bootsbesatzungen namentlich von Schulle  begrüßt und an Land erwarteten uns ein reichliches Kuchenbüffet und natürlich ein kaltes Bier. Der Abend klang sehr gemütlich bei Musik, sommerlichen Temperaturen und angeregten Gesprächen aus.

Es war wiedermal ein schönes Wochenende im Kreise der Wanderruderer und dafür der Ruderriege Havelberg einen herzlichen Dank  für die tolle Organisation.

G. Fritsche

14. Bernburger Drachenbootregatta am 18.08.2018

„Bernburger Raddampfer“ gewinnt erneut den Wanderpokal – Anspruchsvolles Wettkampfprogramm für 14 Teams.

Nun schon zum 14.Mal veranstaltete der Bernburger Ruderclub diese Regatta – und sie machte allen Beteiligten in diesem Format noch großen Spaß! So das Fazit.

Gut vorbereitet ging das Org.-team in den Regattatag. Dennoch war eine gewisse Aufregung zu spüren, weil man manchmal nicht alles selbst in der Hand  hat und nach den eigenen Wünschen umsetzen kann. Dieses Mal war die Unbekannte der neue Drachenbootanbieter aus Riesa. Es gab einen Wechsel, weil der Schweriner Drachenbootverein nach 13 Jahren sein Engagement in Bernburg beendete. An dieser Stelle sei nochmal ein dickes Dankeschön für die gute Zusammenarbeit nach Schwerin fällig!

Nun stellte sich die „ Eventagentur Blue Water Riesa“ in unseren Dienst, d. h. wir mieten die Drachenboote inclusive der Steuerleute. Auf letztere kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, denn ihre Fähigkeiten sind mit entscheidend für faire Wettkämpfe. Nach wenigen Rennen wurde sichtbar, dass die Jungs ihr Handwerk verstehen und die anfängliche Skepsis unbegründet war. Das Team unter der Leitung von Peter Philipp gab einen guten Einstand.

Nun zum sportlichen Teil. 16 Teams hatten zunächst zur Regatta gemeldet, davon sagten zwei kurzfristig wieder ab. Unter den nun 14 Teilnehmern stürzten sich zwei Neulinge in das Abenteuer einer Drachenbootregatta. Es waren die „Stichlinge“ (12.Platz) und die „Hamster aus Bründel“ (6.Platz). Beide Teams stiegen unbeeindruckt in das Wettkampfkarussell  ein und mischten ordentlich mit.

Anspruchsvoll war diese Regatta in sportlicher Hinsicht für alle auf jeden Fall. Vier bzw. fünf Mal innerhalb von 6,5 Stunden am Start zu liegen, erfordert Kampfgeist, Mut und Disziplin. Über diese Tugenden verfügten alle Teams – Hut ab und Gratulation.

Es gab wie immer eine große Anzahl spannender Rennen und hauchdünne Entscheidungen auf der ca. 260 Meter langen Distanz. So auch im großen Finale. Man kann schon sagen, es war ein „Wimpernschlag-Finale“, in dem sich der „Bernburger Raddampfer“ ganz knapp vor den „Quietscheenten“ und wiederum hauchdünn dahinter die „SASPaddler“ durchsetzen konnte.

Nach den Erfolgen von 2016, 2017 und nun auch 2018 verbleibt der Wanderpokal verdientermaßen endgültig im Besitz des „Bernburger Raddampfer“.

Der Vorstand des BRC e.V. bedankt sich ganz herzlich bei allen Teilnehmern, vor allem bei seinen fleißigen Vereinsmitgliedern, bei Blue Water Riesa, bei der Wasserwacht unter der Leitung von Ullrich Jahn, bei der Ortsgruppe des THW unter der Leitung von Jörg Däumichen und beim Autohaus Kaiser sowie bei allen Saale-Anliegern.

Vielen Dank!

Jürgen Kairies

Regatta-Endergebnis:

  1. „Bernburger Raddampfer“
  2. „Quietscheenten“
  3. „SASPaddler“
  4. „Kiezpiraten“
  5. „Wikinger“
  6. „Hamster aus Bründel“
  7. „Ruderpiraten“
  8. „Stadtdrachen & Friends“
  9. „Skrupellosen“
  10. „Himmelsfahrtfreunde“
  11. „Regenbogenschule“
  12. „Stichlinge“
  13. „Lindentrolle“
  14. „Rotkreuz-Saaleraketen“

Euro Masters Regatta 2018 in München mit erfolgreichen Bernburger Ruderern

Vom 26. bis 29.07.2018 fand in München die Euro Masters Regatta statt. Unter den Teilnehmern mischte sich auch eine kleine Zahl Bernburger Aktive – von „alten“ Hasen bis Neulingen. Die kleine Truppe bestehend aus Gerhard Hartkopf, Günter Rudolf, Benjamin Kuhnert und Daniela Mohs waren recht erfolgreich.

Gerhard Hartkopf konnte sowohl sein Rennen im Einer als auch den Doppelzweier mit seinen Ruderkameraden aus Halle – jeweils in der Altersklasse F (60 Jahre) – gewinnen. Mit Sportfreunden aus Halle, Magdeburg und Fürstenwalde belegte er im Doppelvierer der Altersklasse F den 3. Platz.

Günter Rudolf erkämpfte sich mit seinem Sportfreund aus Berlin-Grünau im Doppelzweier der Altersklasse C (43 Jahre) den 1. Platz und in der Altersklasse D (50 Jahre) mit seinem Spannemann aus Pirna den 3. Platz. Im Einer der Altersklasse C und D belegte Günter den 2. bzw. 4. Platz.

Im Doppelvierer der Altersklasse A (27 Jahre) konnte Benjamin Kuhnert in einer Renngemeinschaft aus Schönebeck, Berlin und Werder einen 3. Platz erkämpfen und in der Altersklasse B (36 Jahre) belegte die Renngemeinschaft Bernburg, Schönebeck, Berlin und Wien einen 4. Platz.

Erstmals bei den Euro Masters nahm Daniela Mohs teil und belegte mit ihrer Sportfreundin aus Berlin-Schmöckwitz im Doppelzweier der Altersklasse C (43 Jahre) den 2. Platz und in der Altersklasse D (50 Jahre) den 3. Platz. Einen weiteren 3. Platz erkämpfte sie sich im Vierer ohne Steuermann in einer Renngemeinschaft aus Potsdam und Lübeck in der Altersklasse F (60 Jahre).

Die EMR in München bot über die gesamten Tage eine einmalige Kulisse mit begeisterten Fans/Zuschauern und sehr guten Bedingungen. Vom Ablauf, Siegerehrung und Rahmenprogramm war diese Veranstaltung bestens organisiert.

Daniela Mohs

Erfolgreicher Start bei den 1. Deutschen Masters-Meisterschaften in Brandenburg!

Nach dem Gewinn des Masters – Championat im Doppelvierer der Altersklasse F (60 Jahre) war dieser Vierer, bei widrigen Windverhältnissen, auch bei den Deutschen Meisterschaften nicht zu schlagen. Mit einem Start -Ziel -Sieg gewann Gerhard Hartkopf mit seinen Sportfreunden aus Magdeburg und Halle die Goldmedaille. Eine Bronzemedaille erkämpfte sich Benjamin Kuhnert, ebenfalls im Doppelvierer der AK B (36 Jahre), in einer Renngemeinschaft aus Brandenburg, Berlin und Neuruppin.

Das gute Ergebnis wurde noch durch einen 4. Platz im F-Einer von Gerhard Hartkopf und dem 5. Platz von Günter Rudolf im Einer der AK D (50 Jahre) abgerundet.

Insgesamt kann eingeschätzt werden, das es eine meisterliche Veranstaltung des DRV war. Von der würdigen Siegerehrung bis zum technischen Ablauf der Rennen war diese Regatta bestens organisiert.

Gerhard Hartkopf

Erfolgreiches Wochenende für Bernburgs Vorzeige-Athleten

Am vergangenen Sonntag (24.06.2018) gab es gleich zwei Medaillen für den Bernburger RC. Gemeinsam mit seinen Ruderkameraden aus Halle und Magdeburg belegte Cedric Struve im Vierer mit Steuermann der AK 15/16 bei den nationalen Titelkämpfen den dritten Platz. „Ich freue mich sehr für die junge Crew, welche mit diesem Ergebnis den Saisonverlauf bestätigt hat. Auch von zwischenzeitlichen Rückschlägen haben sie sich nicht beeinflussen lassen und sind ihren Weg gegangen,“ so Landestrainer Paul Zander, der sich mit Bootstrainerin Gabriela Wölfer sichtlich freute.

Auch Bernburgs sportlicher Leiter Maik Wartmann und seine Lebensgefährtin Katrin Struve verfolgten gebannt das Rennen ihres Filius. „Cedric ist ein Musterbeispiel an Fleiß, er zieht Tag für Tag sein Training knallhart durch und wird auch im nächsten Jahr wieder angreifen,“ war auch unser Sportchef voll des Lobes.

Auf dem internationalen Parkett wusste einmal mehr der Deutschlandachter zu überzeugen. Bei der Generalprobe für die WM im nächsten Jahr, konnte die Mannschaft mit Maximilian Planer im Mittelschiff das Finalrennen sicher gestalten und gewann mit 1,3 sec Vorsprung vor dem Dauerrivalen aus Großbritannien und dem holländischen Nationalteam.

„Die Situation mit den Time-Trials war schon ungewohnt, auch dass wir dadurch in den Hoffnungslauf mussten,“ so der Bernburger. Im Hoffnungslauf wurde dann bewusst auf den Endspurt verzichtet, um die Kräfte für das Final zu sparen. „Danach gab es natürlich zahlreiche Diskussionen, ob der Nimbus der Unbesiegbarkeit jetzt gebrochen ist. Im entscheidenden Moment haben wir dann am Sonntag darauf die richtige Antwort gegeben,“ freute sich Maximilian im Ziel.

Steffen Planer

Pressebericht zur Landesmeisterschaft vom 09./10.06.2018

Zschornewitz ist eine Goldgrube

RUDERN Zehn Titel für den BRC bei der Landesmeisterschaft.

VON CARSTEN ROLOFF

ZSCHORNEWITZ/MZ – Auf der „Langen Gurke“ in Zschornewitz werden schon seit einigen Jahren die Ruder-Landesmeisterschaften von Sachsen-Anhalt ausgetragen. Lange Gesichter mussten die Starter des Bernburger Ruderclubs nicht ziehen, obwohl nicht jedes Ass im Titelkampf gestochen hatte. Immerhin konnten die BRC-Recken beim Nachwuchs und bei den Senioren insgesamt zehnmal am Siegersteg anlegen. In der Vereinswertung bedeutete dies in der Endabrechnung hinter Halle, Magdeburg, den Gastgebern und Weißenfels den fünften Platz.

„Wir hatten den dritten Rang ins Auge gefasst, diese Zielstellung aber leider ganz knapp verfehlt. Allerdings war die Konkurrenz mit mehr als 600 Startern nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ auf sehr hohem Niveau“, lautete das Fazit von Trainer Martin Wartmann, der am 30. Juni/1. Juli mit acht Nachwuchssportlern zum bundesoffenen Wettbewerb nach München reisen darf.

Die Tickets für den Trip in die bayrische Landeshauptstadt haben der dreifache Landesmeister Timo Schumann (AK 12), Niklas Ludwig (schnellster Einerfahrer in der AK 11), Fabienne Struve, Jannick Zscheyge (Gold im Mixed-Vierer/AK 14) und Vincent Böttcher (AK 13), der den Titel mit dem Havelberger Erik Leue im Doppelzweier eroberte, gebucht. Das Aufgebot des BRC in München komplettieren Julian Sobolewski (Silber mit Vincent Böttcher im Doppelvierer), Tabea Beck (Vierte im Einer) und Zoe Altana (Silber im Doppelzweier und Bronze im Einer bei den Leichtgewichten).

„Mit acht Startern beim Treff der deutschen Nachwuchshoffnungen liegen wir im Soll“, meinte Maik Wartmann, der besonders von den Vorstellung von Timo Schumann angetan war. „Ich habe dem Jungen schon im Vorfeld dieser Titelkämpfe eine Menge zugetraut. Mit drei Goldmedaillen hat der Junge die in ihn gesetzten Erwartungen jedoch mehr als erfüllt.“

Auch die „älteren Bernburger Herren“ boten bei den Landesmeisterschaften eine überzeugende Vorstellung, allen voran der mehrfache Weltmeister bei den Masters, Günter Rudolph. Der Gerbstedter siegte im Einer, im Vierer mit Steuermann und im Achter, in dem auch der Präsident des Bernburger Ruderclubs, Gerhard Hartkopf, saß. Der Chef des BRC schnappte sich außerdem mit dem Doppelvierer die goldene Plakette.

Mit ein wenig mehr Glück hätten die Bernburger auch in der Vereinswertung auf dem Treppchen stehen können. Anna Nitze blieb jedoch bei diesem Championat unter ihren Möglichkeiten, erreichte nur mit dem Vierer das Finale und holte Bronze. Cedric Struve wurde dreimal knapp geschlagen Zweiter. Die Vierer-Crew, die mit dem Bernburger bei der Internationalen Regatta in Ratzeburg vor zehn Tagen einen sensationellen zweiten Platz belegte, wurde mangels Konkurrenz bei der Landesmeisterschaft getrennt. Bei den internen Rennen gegen einen Teil seiner Teamkollegen, reichte es für Cedric Struve nicht ganz zum erhofften Titelgewinn.

Pressebericht zur 122. Bernburger Ruderregatta

Auf Anhieb erfolgreich

RUDERN Im von Landrat Markus Bauer getauften Einer fährt BRC-Talent Niklas Ludwig bei der Heimregatta die ersten Siege ein. Generalprobe des Salzlandachters misslingt.

VON CARSTEN ROLOFF

BERNBURG/MZ – Der Rahmen war mehr als würdig. 607 Boote von 28 Vereinen aus Mitteldeutschland, Berlin und Niedersachsen lieferten sich bei der 122. Auflage der Bernburger Ruderregatta in spannenden 189 Rennen heiße Duelle um den Sieg und die Ehrenplätze. Auch Landrat Markus Bauer mischte sich am Samstag unter das Publikum. Aus einem guten Grund. Der Bernburger RC darf sich über einen funkelnagelneuen Einer freuen. „Ich freue mich sehr, dass wir anlässlich unserer Regatta dieses neue Boot präsentieren können. Unser Landrat hat das Projekt maßgeblich unterstützt, damit wir in Zukunft den Kinder- und Jugendsport in unserem Verein noch besser gestalten können“, erklärte BRC-Vereinspräsident Gerhard Hartkopf in seiner kurzen Ansprache.

Markus Bauer taufte den Einer auf „Bruce“ und wünschte dem Boot allzeit gute Fahrt. Den Namen hatten sich die Kinder des Bernburger Ruderclubs ausgedacht. Bruce ist ein Hai aus dem im Jahr 2003 in den USA produzierten Animationsfilm „Findet Nemo“. Die Kosten für den Kauf des neuen Bootes belaufen sich insgesamt auf 2500 Euro, die aus dem Spendenfond der Salzlandsparkasse stammen.

„Diese Anschaffung unterstützt das Training der Talente. Am Beispiel von Maximilian Planer sieht man am besten, dass es sich lohnt, in den Nachwuchs zu investieren. Der Ruder-Weltmeister ist das sportliche Aushängeschild im Salzlandkreis und damit auch ein Botschafter für unsere Region. Vielleicht kann in naher Zukunft das eine oder andere Talent aus Bernburg auch den Sprung in die Weltspitze schaffen“, so der Landrat.

Zumindest haben einige Schützlinge von Trainer Maik Wartmann auf ihrer Trainingsstrecke nachgewiesen, dass sie in ihrer Altersklasse in der Lage sind, zumindest das Niveau auf Landesebene mit zu bestimmen. Leonie Grube und Karolina Ullrich (AK W11) feierten Abteilungssiege im Einer und gemeinsam im Doppelzweier. Das gleiche Kunststück gelang auch Julian Sobolewski und Vinzent Böttcher (M13).

Mit Niklas Ludwig (M11) könnte der Bernburger RC einen neuen kleinen Rohdiamanten haben. Der Saalestädter beherrschte nicht nur die Konkurrenz in seiner Altersklasse, sondern gewann im Einer auch das Rennen gegen die ein Jahr ältere Konkurrenz souverän und glänzte dabei mit einer sauberen Rudertechnik, sehr zur Freude seines Trainers Maik Wartmann und des Präsidenten des Ruderverbandes Sachsen-Anhalt, Steffen Planer, der die Rennen moderierte. Niklas Landgraf saß bei seinen Erfolgen auf seiner Trainingsstrecke übrigens im neuen Einer „Bruce“.

Während der Nachwuchs und die Senioren mit dem BRC-Präsidenten Gerhard Hartkopf und Klaus Kliebisch insgesamt 28 Mal am Siegersteg anlegen konnten, lief es für den Salzlandachter bei der Generalprobe für die erste Runde in der Bundesliga am 12. Mai in Frankfurt am Main noch gar nicht rund. Sowohl über 1000 Meter am Samstag als auch über die beiden Rennen über die Sprintdistanz von 350 Metern am Sonntag landete die Crew jeweils auf den vierten Platz. Die künftigen Bundesliga-Konkurrenten aus Wurzen, Dresden und Pirna waren auf einem weitaus höheren Niveau unterwegs. So betrug der Abstand des Salzlandachters im ersten Sprintrennen am Sonntag auf den Sieger Wurzen etwa drei Längen – Welten im Rudersport.

Die 300 Euro Siegprämie im Vierer mit Steuermann ging in einem engen Rennen an die Wurzener, die sich knapp vor der BRC-Crew behaupteten. Der Vereinscup eroberte zum dritten Mal in Folge Planeta Radebeul, die sich vor Pirna und den Gastgebern durchsetzten. Die Sachsen, die auf der Elbe trainieren, konnten den Wanderpokal nun endgültig in ihren Besitz nehmen.

Bernburger Rudernachwuchs glänzt mit 7 Siegen an der Berliner Frühjahrsregatta

Bei strahlendem Sonnenschein und wenig Wind zeigte sich die Traditions-Regattastrecke in Berlin- Grünau am Wochenende von ihrer besten Seite.  Dies wusste unser Nachwuchs gut zu nutzen, 7 Siege standen am Ende des Samstages im Notizbuch von Cheftrainer Maik Wartmann.

Im Mixed-Zweier der AK 12 gewannen Priscilla Herbst und Timo Schumann und auch in ihren weiteren Rennen, im Einer, überquerten die beiden Talente als Erste die Ziellinie.

Auch Leonie Grube und Karolina Ulrich konnten sich über Doppelsiege freuen.  Nachdem beide im Doppelzweier der AK 10/11 erfolgreich waren, wurde gemeinsam mit Niklas Ludwig, Louis Baum und Steuerfrau Helena Baumbach auch der Mixed- Doppelvierer der AK 10/11 gewonnen.

Die weiteren Erfolge erzielten die Geschwister Fabienne und Cedric Struve. Fabienne gewann ihre Konkurrenz im Einer mit deutlichem Vorsprung, den Bruder Cedric jedoch noch toppen konnte. Im Vierer