27. Deutsche Ruderergometer-Meisterschaft / 2. Offene Indoor-Rowing Meisterschaft

Die THG-Halle in Essen-Kettwig war am Sonntag zum wiederholten Male Austragungsort der Deutschen Meisterschaften auf dem Ruderergometer. „Endlich wieder Live und Kampf Seite an Seite“ war ein oft gehörtes Zitat unter den 651 Startern des Events, konnten doch die Veranstaltungen in den beiden Vorjahren nur Online stattfinden. Im großen Starterfeld waren auch sieben Aktive unseres Bernburger Ruderclubs, welche alle mindestens mit einer Medaille dekoriert, die Heimreise antreten konnten.

„Es ist schön, dass wir bei den Ergometer-Wettkämpfen wieder mit mehreren Aktiven vertreten sind,“ freute sich unser Vereinsvorsitzender Gerhard Hartkopf, der in der Vergangenheit oft der einzige Starter unseres Clubs bei solchen oder ähnlichen Veranstaltungen gewesen ist. Im Rennen der Masters der AK I fügte „Hardy“ seiner beeindruckenden Erfolgsbilanz auf dem Ergometer einen weiteren Titel hinzu. „Ich wollte unter 3:30 Minuten bleiben und das habe ich, auch Dank der Unterstützung von Maik an meiner Seite, mit 3:28 Minuten ist das auch gelungen!“

Bei den Mädchen in der AK 13 konnte Paula Maria Buch souverän ihren Vorjahrestitel erfolgreich verteidigen und blieb als einzige Starterin unter der 4 Minuten Marke. Die Plätze 7 und 10 erruderten in der AK 14 weiblich Luise Wartmann und Charlotte Handt. „Die Mädchen sind alle im Bereich ihrer Bestzeiten unterwegs gewesen und Paula hat nach dem nicht so guten Athletik-Wettkampf in Magdeburg gezeigt, was sie drauf hat,“ war Trainer Maik Wartmann zufrieden.

Ein Highlight des Tages wurde das Rennen der 14-jährigen Jungen, was sogar beim Regattasprecher tolle Emotionen auslöste, welche sich auch auf das Publikum übertrugen. Cheftrainer Maik Wartmann hatte hier schon im Vorfeld mit Medaillen seiner beiden Schützlinge Antony Grube und Jakob Kannenberg geliebäugelt. Beide lieferten sich bis auf die imaginäre Ziellinie ein spannendes Duell und ließen sich auch von den zwischenzeitlichen Führungen anderer Wettkämpfer nicht von ihren durch den Trainer erteilten Marschrouten abbringen. Am Ende trennten den Sieger Antony und den Zweitplatzierten Jakob nur 0,1 sec und der zweite Deutsche Meistertitel für den Bernburger Ruderclub war eingefahren.

In der gemischten Staffel der AK 13/14 brannten die Schützlinge dann gemeinsam ein Feuerwerk ab und holten überlegen den Sieg in der Besetzung Luise Wartmann, Charlotte Handt, Antony Grube und Jakob Kannenberg vor der Konkurrenz, 14 Sekunden betrug ihr Vorsprung auf die Gegnerschaft, eine kleine Welt im Rudern.

Den Medaillensatz für unseren Ruderclub komplettierte Steffen Planer bei den Masters E mit dem Gewinn der Bronzemedaille.

So zeigte sich das Trainerteam, bestehend aus Maik Wartmann und Daniel Sobotta, auch sehr zufrieden mit den erzielten Leistungen, welche zeigen, dass man in der Vorbereitung auf die Regattasaison 2023 auf dem richtigen Weg ist. Beide hatten durch ihre Anfeuerung und Betreuung der Aktiven direkt neben den Ergometern auch einen großen Anteil am sehr guten Ergebnis, wofür sich die Aktiven an dieser Stelle herzlich bedanken!

Steffen Planer

Athletikwettkampf 2023

In diesem Jahr fand nach dreijähriger Pause endlich der 26. Athletik Wettkampf am 21.01.2023 in Magdeburg statt. Während die Junioren und älter bei den mitteldeutschen Ergometermeisterschaften an den Start gingen, traten die Sportler der Altersklassen 10 bis 13 im Sechskampf sowie im Gewandheitslauf gegeneinander an.

Nach einer gemeinsamen Erwärmung mit allen 130 Kindern ging es auch schon los.

Zunächst konnten in der Sporthalle fleißig Punkte gesammelt werden. Auf dem Plan standen die Disziplinen Oberköperaufrichten aus der Rückenlage, Dreierhopp, Kastenbumerangtest, Klimmzug aus dem Liegehang und Hockwende. In die Gesamtwertung ging außerdem ein Lauf auf dem Außengelände über 400m für AK 10, 800m für AK 11-12 und 1500m für AK13 ein.

Neben den Sechskampfdisziplinen zeigten die Kinder beim Gewandheitslauf, wie geschickt sie verschiedene Hindernisse nacheinander überwinden konnten. Hier hieß es aber auch schnell sein. Denn die Chance auf das Treppchen hatten nur die schnellsten Zeiten.

Bei den Jungs in der AK 10 schaffte es Jonas Hayer vom Bernburger RC auf Platz 2 im Gewandheitslauf und in der Gesamtwertung des Athletikwettkampfs. Er musste sich nur von Jakob Sachenbacher vom GRC Bitterfeld geschlagen geben.

In der AK 11 der Mädchen setzte sich Greta Karls vom Bernburger RC gegen alle anderen Teilnehmerinnen in ihrer Altersklasse durch und konnte den Athletikwettkampf mit einer klaren Führung für sich entscheiden.

Eine weitere Treppchenplatzierung gelang Anne Villin vom Bernburger RC. Nach Amy Hecht vom SC Magdeburg hatte sie die zweitbeste Wertung im Athletikwettkampf von 16 Teilnehmerinnen in der AK 12 der Mädchen.

Herzlichen Glückwunsch an alle Platzierten und vielen Dank an den SC Magdeburg für die Ausrichtung und Organisation des Wettkampftages.

2. Mitteldeutsche Ruderergometer-Meisterschaft – Gute Ergebnisse stimmen die Trainer optimistisch

Die zweiten Mitteldeutschen Meisterschaften auf dem Ruderegometer konnten, nach einer virtuellen Auflage im vergangenen Jahr, nun endlich wieder in Präsenz und virtuell stattfinden. Vereinen, Sportlern und Trainern war die Erleichterung darüber anzumerken. Natürlich waren wir alle sehr gespannt, wie gut die Konkurrenz über den Jahreswechsel gekommen ist.

Traditionell am 3. Januar-Wochenende machen sich unserer Sportlerrinnen und Sportler auf den Weg nach Magdeburg, wo neben dem schon erwähnten Wettkampfformat auch der Athletikwettkampf des RusA für die Altersklassen 9 bis 13 Jahre stattfand.

An der MDEM nahmen Vereine aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt teil. Vereine die eine lange Anreise nach Magdeburg nicht in Kauf nehmen wollten, hatten die Möglichkeit auch virtuell an den Meisterschaften teilzunehmen. Dieses Angebot wurde gerade von einem Großteil der sächsischen Vereine und den Thüringer Sportkameraden in Anspruch genommen. Das Meldeergebnis konnte sich sehen lassen und die Organisatoren waren sehr zufrieden.

Die ersten Rennen für den Bernburger Ruderclub absolvierten die Mädchen der Altersklasse 14. Hier gingen in der Leistungsklasse 1 Charlotte Handt und Luise Wartmann an den Start. Marit Großhans musste krankheitsbedingt leider passen. Charlotte und Luise begannen ihr Rennen genauso, wie es die Trainer mit ihnen geübt hatten und zogen ihr Rennen nach Plan durch. Am Ende sprang für Charlotte ein guter 5. Und für Luise der 6. Platz heraus. Trainer Maik Wartmann konnte mit diesem Auftakt sehr zufrieden sein. In ihrer Altersklasse siegte Leonie Hausschild vom SC Magdeburg.

Nach den Mädchen folgten nun die Jungs der Altersklasse 14, ebenfalls in der Leistungsklasse 1. Am Start waren hier Anthony Grube, Jakob Kannenberg, Jakob Böttcher und Raphael Chipczinski. Emil Filke musste ebenfalls krankheitsbedingt abmelden. Das Starterfeld umfasste insgesamt 23 Starter und am Ende mussten sich Anthony Grube und Jakob Kannenberg nur einem Ruderer von der Halleschen Rudervereinigung geschlagen geben. Anthony belegte einen sehr guten zweiten und Jakob den dritten Platz. Raphael Chipczinski erruderte sich einen guten 11. Platz und Jakob Böttcher erreichte den 17. Platz. Beiden Sportlern fehlt für das Ergometerrudern etwas mehr Kraft um weiter vorn mitfahren zu können. Alle Sportler konnten ihre Zeiten aus dem Training bestätigen oder auch verbessern.

Mit einem positiven Ergebnis wusste endlich auch Florentine Timplan nach dem Ende ihres Rennens in der AK JF B (15 u. 16 J.) zu überzeugen und zauberte den Trainern ein Lächeln ins Gesicht. Sie konnte in einem engen Rennen die vorgegebene Marschroute durchziehen und landete nach 1500 Metern auf einem hervorragenden dritten Platz in einem Starterfeld von 9 Ruderrinnen. Ganz besonders stolz waren die Trainer darauf, dass Florentine nun endlich mal gezeigt hat, was sie kämpferisch draufhat. Sie musste sich nur Megan Schellhase aus Wittenberg und Joanna Legler aus Pirna geschlagen geben.

Bei den männlichen Junioren B der Leistungsklasse 2 über ebenfalls 1500 Metern ging Niklas Ludwig an den Start. Der großgewachsene schlanke Sportler hatte es in einem Feld von 6 Startern mit Gegnern zu tun, welche ihm gewichtsmäßig und kräftemäßig teils weit voraus sind. Dennoch wich Niklas nach dem Start nicht von der vorgegebenen Marschroute der Trainer ab und konnte dank seines guten Rhythmusgefühls sein Rennen auf einem guten 4. Platz abschließen. Bei der Meldung zum Rennen der Leichtgewichte in der gleichen Altersklasse ist den Trainern ein Fehler unterlaufen und sie haben Julian Maserak in der Leistungsklasse 1 gemeldet, was zu Folge hatte, das er sich auf der 2000 Meter Distanz mit seinen Gegnern messen musste. Dennoch wusste er trotz der ungewohnten Streckenlänge mit einem respektablen Ergebnis zu überzeugen und stellte hier ebenfalls seine kämpferischen Qualitäten unter Beweis. Am Ende wurde es der 6. Platz mit einer Zeit von 7:40,2 min.

In den Altersklassen der männlichen Masters schickte der Bernburger RC drei Aktive an den Start. In der AK MM E ergriff Steffen Planer den Griff des Ruderergometers und ließ diesen erst nach 3:15,1 min und durchruderten 1000 m wieder los. Er setzte sich gegen Ralf Mehr vom RC Alt Werder Magdeburg durch. Ingo Pernt war der einzige Starter in der AK MM F und erruderte eine Zeit von 3:25, 7 min. Auch unser Vereinsvorsitzender Hardy ist ein gern gesehener Stammgast zu solchen Veranstaltungen und konnte als einziger Starter der AK MM G eine Zeit von 3:30,0 min erreichen.

Alles in Allem war es eine gelungene Veranstaltung die vielleicht im kommenden Jahr so organisiert wird, dass alle Vereine in Präsenz teilnehmen können bzw. werden. Nun heißt es noch die kommenden Wochen beim Kraft-, Athletik- und Ausdauertraining zu nutzen um den Start in die Wassersaison nicht zu verschlafen.

Am 05.02.2023 ist für einige wenige Sportler unseres Vereins die Teilnahme an einem der größten Ruderergometer-Wettkämpfe in Essen-Kettwig geplant. Viel Erfolg!!

Alle guten sind Dinge sind drei – Rudernachwuchs geht bei der Landekaderüberprüfung in Brandenburg an den Start

Am 08.Oktober absolvierten, bereits zum bereits dritten Mal, einige unserer Nachwuchsruderer in Brandenburg auf dem Beetzsee einen Wettkampf. Hierbei handelte es sich um die Landeskaderüberprüfung des Ruderverbandes Sachsen -Anhalt (RuSA). Der Zweck dieser Veranstaltung, an welcher Sportlerinnen und Sportler ab der Altersklasse 12 bis zu den Junioren A teilnehmen, ist es den Leistungsstand der Ruderrinnen und Ruderer in der Bootsklasse Einer zu überprüfen.

Den Anfang für die Bernburger in der AK Mädchen Jahrgang 2010 machte an diesem Tag Paula Buch. Sie konnte sich nach ihrem Vorlauf für das Finale um die Plätze 1 bis 6 qualifizieren. In ihrem Finallauf hatte sie es dann mit Sportlerrinnen aus Weißenfels, Magdeburg und Merseburg zu tun. Wie schon in der ganzen Saison wusste Paula mit stabilen Ergebnissen zu überzeugen und lies auch bei diesem Rennen nicht viel zu. Am Ende des Rennens musste sie sich nur Leonie Schneller vom WRV geschlagen geben, konnte aber 3 Konkurrentinnen vom SC Magdeburg auf die Plätze verweisen.

Luise Wartmann und Charlotte Handt hießen die Sportlerrinnen, welche sich bei den Mädchen des Jahrgangs 2009 den Konkurrentinnen stellten. Luise hatte vor der LKÜ noch, gemeinsam mit Marit Großhans, ein kleines Trainingslager der deutschen Ruderjugend in Hannover absolviert. Marit konnte aber leider krankheitsbedingt nicht an den Start gehen. So lag es an Luise und Charlotte die Vereinsfarben der Bernburger bestmöglich zu vertreten. Am Ende ihrer Vorläufe stand dann fest, dass sich Luise für des Rennen um die Plätze 1 – 6 qualifiziert hat und Charlotte um die Plätze 7 – 12 fährt. Da beide Mädchen sehr trainingsfleißig sind, hätte auch Charlotte einen Platz unter den ersten sechs Ruderrinnen erreichen können. Sie musste aber krankheitsbedingt die letzten Trainingseinheiten ausfallen lassen. Am Ende des Tages erruderte Luise in ihrem Finallauf einen guten dritten Platz. Sie musste sich Lea Schatz (HRV) und Merleem Philipp (WRV) den Fortritt lassen. Für Charlotte reichte es in ihrem Lauf leider nur zu einem 4. Platz, was in der Endabrechnung einen 10. Platz bei 14 Starterrinnen bedeutete.

Bei dem männlichen Jahrgang 2009 gingen alle Ruderer des aktuellen Bundessiegers im Doppelvierer an den Start. Dies Sind Anthony Grube, Jakob Kannenberg, Emil Filke und Rafael Chipzynski. So stark sie in der Gemeinschaft sind, so unterschiedlich sind doch die Ergebnisse bei diesem Wettkampf im Einer. Anthony wusste mal wieder in beiden Rennen an diesem Tag zu überzeugen. Seine clevere Renntaktik, sich sofort nach dem Start abzusetzen und das Rennen von vorn zu kontrollieren ging mal wieder voll auf und er siegte dann auch in seinem Finallauf (Platz 1 – 6) souverän vor zwei Ruderern vom HRV.

Dieses Selbstvertrauen wünscht sich Trainer Maik Wartmann auch bei Jakob Kanneberg. Der groß gewachsene Sportler hat alle Voraussetzungen um bessere Ergebnisse im Einer heraus zurudern. Doch eine seiner großen Schwäche ist der Start. Hier braucht er einige Schläge um Sicherheit zu gewinnen und auf Geschwindigkeit zu kommen. Am Ende des Wettkampftages konnte Jakob ein für ihn versöhnliches Ergebnis herausrudern und siegte im Lauf im die Plätze 7 – 12. Für eine Platzierung unter den ersten sechs Ruderern hat er das Zeug und dies muss das Ziel für das kommende Jahr sein.

Für Rafael war es die erste LKÜ. Er begann mit dem Rudern erst im letzten Herbst und hat sich seit dem menschlich und sportlich toll entwickelt. Der eher ruhige und überlegte Sportler wusste mit der Qualifikation für den Lauf um die Plätze 7 – 12 zu überzeugen. Hier konnte er zwei Konkurrenten des SCM und einen aus Zschornewitz hinter sich lassen. Am Ende war es dann ein guter 9. Platz.

Der vierte im Bunde ist dann noch unser Emil gewesen. Der große schlaksige Sportler beendete den Renntag mit einem in der Gesamtwertung enttäuschenden 20. Platz. Hier ist nach Überzeugung der Trainer auch eine deutlich bessere Platzierung drin. Die körperlichen Voraussetzungen sind vorhanden, es fehlt manchmal an der notwendigen eigenen Motivation.

Aufgrund der gezeigten Ergebnisse ist es unserem Verein wieder einmal gelungen seinen Status als Landesleistungsstützpunkt zu behaupten. Hierfür gilt der Dank allen verantwortlichen Trainern, Sportlern und denen die stets die notwendigen Voraussetzungen dafür schaffen.

Starkes Gesamtergebnis der Ruderjugend bei der Offenen Landesmeisterschaft in Brandenburg

Nach einem tollen BW im Juli in Bremen und einer langen Sommerpause war die Vorfreude auf die kommenden Regatten in Werder und Hamburg groß. Doch wie so oft in den letzten Jahren mussten die Trainer mal wieder umplanen. Die Regatta in Werder wurde sehr kurzfristig vom Veranstalter abgesagt. Grund war der starke Pflanzenbewuchs des Sees, welcher keine fairen Bedingungen auf allen Bahnen zu lies. Dies war dem sehr warmen und trockenen Sommer geschuldet. Aufgrund der gleichen Ursache wurde auch die Regatta in Celle Anfang Oktober abgesagt.

Durch diese beiden Absagen, hätten somit unsere jüngsten Sportler in diesem Jahr an keiner Regatta mehr teilnehmen können. Also wurde kurzerhand in Absprache mit den Trainern aus Bitterfeld, Tangermünde und Havelberg umgeplant und anstatt zur Regatta nach Hamburg zu fahren entschieden sie sich an den offenen Landesmeisterschaften in Brandenburg teilzunehmen.

Am ersten Regattatag zeigte sich die Regattastrecke auf dem Beetzsee von ihrer besten Seite und bot perfekte Ruderbedingungen. Alle Kinder der AK 10 bis 14 Jahre mussten eine Distanz von 500 Metren zurücklegen.

Am ersten Wettkampftag hatten gleich zwei Bernburger Boote die Chance das Rennen im Jung/Mäd-Doppelvierer mit Steuermann AK 12/13 für sich zu entscheiden. In diesem drei Boote-Feld hatte nur die Mannschaft des RC Potsdam etwas dagegen. Am Ende konnte sich das Potsdamer Boot in einer Zeit von1:49,81 min durchsetzen und verwies die Bernburger Boote mit Chipczinzki, Filke, Großhans, Rückauf, Stm. Jehnert und Buch, Ebel, Böttcher, Mühlenbeck, Stm Adler auf die Plätze zwei und drei. Der Jung/Mäd-Doppelvier AK 13/14 mit Grube, Kannenberg, Wartmann, Handt und Stm Ambrosius wollte es gegenüber den jüngeren Sportlern im Rennen vor ihnen besser machen und setzten sich in einem 4-Boote-Feld gegen zwei Vierer aus König-Wusterhausen und ein Boot des Neuruppiner RC durch. Ein besonderes Lob geht hier an unsere Sportler, da wir hier mit einem reinen 13er-Vierer gegen ein Jahr ältere Sportler angetreten sind und das Rennen souverän für uns entscheiden konnten.

Eine selten gewordene Form der Herausforderung für Sportler und Trainer bietet sich in einem sogenannten Schlagzahlrennen der Jung/Mäd-Doppelvierer AK 11 u. 12. Hier geht es nicht darum, welche Mannschaft zuerst die Ziellinie überquert, sondern darum, welche Mannschaft das niedrigere Ergebnis aus Schlagfrequenz x Zeit hat. Hier ist aber durch die Mannschaften darauf zu achten, dass die Schlagfrequenz nicht geringer als 18 sein darf. Ziel dieser Wettkampfform ist es, den Sportlern einen vernünftigen Schlagrhythmus beizubringen, verbunden mit einem kräftigen Durchzug.

In diesem Rennen gelang dem Bernburger Boot ein guter zweiter Platz hinter dem Boot aus Plaue aber vor dem Boot aus Friedrichshagen.

Da der Vorlauf für den Jungen-Doppelzweier AK 10/11 am Samstag ausfiel, konnten unsere Jüngsten im Finale am Sonntag weitere wertvolle Wettkampferfahrung sammeln. In einem 7-Boote-Feld und dem ungewohnten Albano-Systems gelang dem Zweier Jonas Harder und Tim Bollman ein guter 4. Platz.  Finn Fürtig und Jonas Peller überquerten auf Platz 6 liegend die Ziellinie. Beide Boote haben mit Sicherheit das Potential um vordere Platzierungen mitzufahren.

Ihren Vorlauf im Mäd-Doppelzweier AK 10/11 am Samstag konnten Kreta Karls und Kim Starke leider nicht so gestalten, dass sie den Einzug ins Finale am Sonntag schafften. Sie mussten sich nach großem Kampf mit Platz vier begnügen. Hier waren die deutlich größeren und kräftigeren Gegnerrinnen zu überlegen. Das gleiche Schicksal ereignete Anne Villin und Lilly Schneider.

Dennoch sollten alle Ruderrinnen weiterhin so fleißig trainieren wie bisher.

Im Rennen der Mädchen-Doppelvierer m. Stm. trafen unsere Sieger des Bundeswettbewerbs Wartmann, Handt, Grosshans und Buch auf das Boot vom Ruderclub Beeskow. Paula Buch musste an diesem Renn-Wochenende die erkrankte Charlotta Rückauf ersetzen und machte ihre Sache sehr gut. Vom Start weg wurden die vier Mädchen ihrer Favoritenrolle gerecht. Mit langen, druckvollen Schlägen konnten sie sich vom Boot aus Beeskow absetzten und erreichten das Ziel in einer Zeit von 1:56,17.

Drei Vorlaufe gab es am Samstag im Jungen-Einer AK 13. Alle 4 Sportler aus dem BW-Siegervierer unseres Clubs vom Sommer waren bei diesen Vorläufen am Start und wollten sich gegen die Konkurrenz aus dem eigenen Lager und aus Brandenburg durchsetzen. Das erste Ass mit Emil Filke stach leider nicht und er konnte sich mit Platz 6 im Vorlauf nicht für das A oder B-Finale qualifizieren. Jakob Böttcher machte es etwas besser und schaffte mit Platz 4 zumindest den Sprung in das B-Finale am Sonntag. Im dritten Vorlauf waren nun die restlichen drei Sportler des BW-Vierers am Start. Hier war nun klar, dass es einer nicht in das A-Finale schaffen würde. Vom Start weg konnten sich die Bernburger Boote vom Rest des Feldes absetzen und machten den Sieg im Vorkauf unter sich aus. Anthony Grube setzte sich gegen seine Vierer-Kameraden Jakob Kannenberg und Rafael Chipczinski durch und ging als Favorit in das A-Finale. Rafael blieb leider nur das B-Finale. Im A-Finale wurden dann Grube und Kannenberg ihrer Favoritenstellung gerecht. Hier konnte sich Anthony Grube dank seiner guten Rudertechnik und besseren Athletik gegen den großgewachsenen Jakob Kannenberg durchsetzen. Am Ende stand ein Bernburger 3-fach Triumph bei dem Philip Anton Schröter den 3. Platz belegte. Rafael Chipczinski konnte sein B-Finale mit einem guten zweiten Platz abschließen.

Florentine Timplan ging mit Ruderrinnen aus Bitterfeld und Schönebeck im Mädchen-Doppelvierer mit Stm AK 13/14 an den Start. Alle vier Sportlerrinnen starten unter Bernburger Flagge, da keine Renngemeinschaften bei den Kindern erlaubt sind. In einem 4-Boote-Feld gelang den Mädchen in dieser Saison endlich ein positives Ergebnis im Großboot. Sie konnten sich gegen die Boote aus Potsdam, Königs-Wusterhausen und Köpenick mit einer Zeit von 1:50,73 min durchsetzen.

Einer weiteren Sportlerin wurde durch die Trainer eine Medaille im Einer an diesem Wochenende zugetraut. Und Paula Buch sollte den Wünschen auch Taten folgen lassen. Sie setzte sich im Vorlauf am Samstag im Mädchen-Einer AK 12 souverän gegen ihre Konkurrentinnen durch und ließ auch im Finale am Sonntag nichts anbrennen. Am Ende des Rennens hieß das Ergebnis Bernburg vor Ribnitz und Burg.

Am Ende der Regatta hat unsere Ruderjugend neben 13 Siegen und weitern guten Platzierungen einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. In der Gesamtwertung mussten wir uns leider dennoch dem RC Potsdam geschlagen geben und müssen den Gewinn des Pokals auf nächstes Jahr verschieben.

In den kommenden Wochen werden sich die Sportlerrinnen und Sportler der AK 12 – 14 auf die Kaderüberprüfung im Einer des Ruderverbandes Sachsen-Anhalt vorbereiten. Diese Überprüfung wird dann wieder auf dem Beetzsee in Brandenburg stattfinden.

Zahlreiche Siege beim Bundeswettbewerb in Bremen

Es ist der wichtigste Wettkampf im Jahr, das ganze Jahr trainieren die Bernburger Sportler auf diese Regatta hin. Um auf den Punkt fit zu sein legen sie viele Kilometer auf der Saale zurück, arbeiten an ihrer Rudertechnik und schwitzen im Winter im Kraftraum und auf dem Ruderergometer.

Und all diese Mühen haben sich gelohnt!

Die Ruderjugend Sachsen-Anhalt gewinnt die Länderwertung und ist somit das beste Bundesland wenn es um Top Nachwuchsruderer geht. Einen wichtigen Beitrag zum Gewinn des Länderpokals leisteten hier die Bernburger Ruderer. Beim Bundeswettbewerb der 12- bis 14-Jährigen handelt es sich nicht nur um eine normale Regatta. Vom 8. bis 10. Juli fand auf dem Werdersee die Meisterschaft statt. Traditionell eröffnet wird diese durch eine Langstreckenregatta am Freitag. Bereits auf diesen 3000m konnten sich Bernburger Sportler über die ersten Abteilungs- und Gesamtsiege ihrer Altersklasse freuen. Abetilungssiegerinnen und auch insgesamt das schnellste Boot bei den Mädchen-Doppelvierer der Altersklasse 12 und 13 waren Marit Großhans, Luise Wartmann, Charlotte Handt, Charlotte Rückauf und Steuerfrau Anne Villin.

Über ebenfalls eine goldene Medaille für den Sieg der Abteilung konnte sich der Jungen Doppelvierer in der gleichen Altersklasse mit Anthony Grube, Emil Filke, Rafael Chipczinzki, Jakob Kannenberg und Steuermann Dean Ambrosius.

Am Ende des ersten Wettkampftages stand die Ruderjugend Sachsen-Anhalt mit über 100 Punkten Vorsprung auf Platz eins. Am zweiten Wettkampftag, dem Samstag, folgte der Allgemeine Sportwettkampf, kurz ASW. Hierfür wurden die einzelnen Sportler alphabetisch nach ihren Anfangsbuchstaben sortiert und in Riegen organisiert. Es ging also nun darum zusammen mit anderen Nachwuchsruderern aus Sachsen-Anhalt die allgemein athletischen Aufgaben zu bewältigen um weitere Punkte für das eigene Bundesland zu sichern. In Disziplinen wie Dreierhopp, Japantest oder auch einem Wissenstest wurden die jungen Ruderer gefordert. Bei diesem Zusatzwettbewerb gelang sogar jeder Riege aus Sachsen-Anhalt der Sprung auf das Treppchen! So gab es also die nächsten Goldmedaillen für Jakob Kannenberg und Jakob Böttcher, sowie für Luca Jehnert und Luise Wartmann.

Ein starker dritter Platz für den ASW sorgten dafür, dass Sachsen-Anhalt vor dem letzten Wettkampftag die Tabellenführung behaupten konnte. Das Finale des Bundeswettbewerbs ist die Bundesregatta am Sonntag. Hier wurden in verschiedenen Läufen aufgrund der Leistung der Langstrecke gesetzt. Es gibt also ein A-Finale, B-Finale usw.

In einem spannenden Rennen sicherte sich der Doppelvierer der Jungen in der Altersklasse 12 bis 13 die Silbermedaille hinter sehr stark fahrenden Schwerinern. Die Enttäuschung nach dem knapp verlorenen Finale war jedoch schnell vergessen, denn durch diese Silbermedaille im A-Lauf dürfen sich Jakob Kannenberg, Anthony Grube, Emil Filke, Rafael Chipczinzki und Steuermann Dean Ambrosius nun deutscher Vizemeister nennen.

Kurz vor einem Herzinfarkt stand der sportliche Leiter Maik Wartmann während des Rennens der Mädchen-Doppelvierer in der Altersklasse 12 und 13. Durch die schräge Sicht vom Steg aus auf die Regattastrecke war es bis kurz vor dem Ziel fast unmöglich den Sieger zu benennen. Mit genug Kraft im Tank nach diesem aufregenden und anstrengenden Wochenende konnte sich jedoch der Bernburger Doppelvierer mit Luise Wartmann, Marit Großhans, Charlotte Handt, Charlotte Rückauf und Steuerfrau Anne Villin knapp vor den Booten aus Mainz und Magdeburg über die Ziellinie schieben. Bundessieger und somit deutscher Meister!

Die Freude über den höchsten Titel auf nationaler Ebene war natürlich riesig und wurde traditionell mit einer Steuermannstaufe(in diesem Falle Steuerfrauentaufe) gefeiert. Nicht allein durch die starken Leistungen der Bernburger Nachwuchs-Ruderrecken konnte Sachsen-Anhalt die Bundesregatta auf einem starken zweiten Platz abschließen und verteidigte so mit einem Vorsprung von 50 Punkten die Gesamtwertung vor den Ruderjugenden aus Nordrhein-Westfalen und Hamburg.

So konnte Sachsen-Anhalt wie auch beim letzten Mal die Gesamtwertung für sich entscheiden, die Leistung über das komplette Wochenende sagt darüber hinaus ebenfalls aus, dass die Bernburger nicht nur auf dem Wasser, sondern auch im konditionellen und athletischen Bereich sehr gut ausgebildet sind und somit große Beiträge zum Gewinn des Länderpokals beitragen können.

9 Titel für Bernburger Ruderer bei den Landesmeisterschaften

Am 11. und 12. Juni war es mal wieder Zeit die Boote zu verladen und nach Zschornewitz zu reisen. Auf der Gurke in Zschornewitz werden traditionell die Landesmeister und damit die schnellsten Ruderer in Sachsen-Anhalt ermittelt. Gleichzeitig fanden am Samstag im Kinderbereich auch Ausscheidungsrennen des Ruderverbandes Sachsen statt, da die sächsische Landesmeisterschaft in Eilenburg erst nach dem Bundeswettbewerb stattfindet. Der Bernburger Ruderclub konnte auch dieses Jahr wieder mit zahlreichen Sportlern in den Titelwettkämpfen mitmischen. Angefangen bei unseren jüngsten mit zehn Jahren bis zu den Masters Ruderern waren wir im Kinder-, Junioren-, Senioren- und Mastersbereich am Start. Eine besonders große Bedeutung hat die Landesmeisterschaft aber für die Kinder im Alter von 12 bis 14. Über die Platzierungen im eigenen Bundesland wird entschieden, welche Sportler ihr Bundesland beim Bundeswettbewerb, quasi den deutschen Meisterschaften der Kinder, vertreten darf. Nach dem also die Anreise am Freitag erfolgte, die Zelte aufgebaut und die Boote abgeladen und angebaut wurde begannen Samstagmorgen um 9:00Uhr die ersten Vorläufe für die Rennen um die begehrten Titel.

 Mit drei Titeln als Landesmeister und drei von drei gewonnen Rennen reiste Anthony Grube am Sonntag der Landesmeisterschaft ab. Er konnte sowohl im Jungen-Doppelvierer der Altersklasse 12 und 13, dem Mix-Doppelvierer der Altersklasse 12 und 13 und dem Doppelzweier jeweils die Rennen für sich entscheiden. Mit ihm in jedem dieser Rennen am Start war sein Ruderkamerad Jakob Kannenberg, der sich ebenfalls mit drei Titeln belohnen durfte.

Während der Bernburger Ruderclub also bei den 12- und 13-jährigen Jungs fast jeden Titel gewinnen konnte, so wurden auch in den jüngeren Altersklassen fleißig Titel gesammelt. Im Doppelvierer der Mädchen in der Altersklasse zehn und elf konnte sich das Bernburger Boot mit Anne Villin, Maxima Güldenpfennig, Lilly Schneider, Kim Starke und Steuermann Dean Ambrosius über den Titel freuen. Der Vorsprung von 13 Sekunden auf das zweitplatzierte Boot vom Sportclub Magdeburg deutet zusätzlich darauf hin, dass die rudertechnische Ausbildung in Bernburg durch unseren sportlichen Leiter Maik Wartmann, Katrin Struve und viele weitere fleißige Helfer Früchte trägt.

Während unsere jüngsten Sportler sich noch über ihren ersten Landesmeister-Titel freuten, waren auch schon die erfahrensten Sportler am Start. Als ältester Sportler im Masters-Einer ging unser Vereinsvorsitzender Gerhard Hartkopf an den Start. Mit viel Erfahrung aufgrund vieler fleißig zurück gelegten Trainingskilometer konnte er seinen Lauf souverän vor den Booten aus Magdeburg und Halle gewinnen.

Am Ende der Landesmeisterschaft konnte der Bernburger Ruderclub 9 Siege verbuchen und reiht sich knapp hinter Zschornewitz auf Platz vier der Vereinswertung ein.

Kinderregatta in Brandenburg – Abschluss einer anstrengenden Woche im Trainingslager

24 Sportlerinnen und Sportler traten nach Beendigung des Trainingslagers in Prieros am darauffolgenden Samstag zur 25. Kinderregatta in Brandenburg an. Hier gehen nur Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren an den Start. Neben einer guten Infrastruktur und einer Tribüne, auf welcher Eltern und Großeltern ihre Kinder beobachten und anfeuern können, hat diese Strecke auch bei wechselnden Wetterbedingungen so ihre Herausforderungen zu bieten.
Das dieser Regattatermin direkt nach dem Trainingslager wahrgenommen wurde hatte für die Trainer einen ganz konkreten Hintergrund, sammeln von Regattaerfahrung. Denn vor der Landesmeisterschaft am 2. Juni-Wochenende gibt es keinen weiteren Wettkampf, bei welchem vor allem unsere jüngsten Sportler hätten Erfahrungen sammeln können.
In Brandenburg angekommen, mussten alle Boote angebaut werden und alle Sportler wurden direkt oder durch einen Aushang am Bus auf ihre Startzeiten und Rennen hingewiesen. Gerade unsere Regattaneulinge waren sehr aufgeregt. Neben den Rennen und Startzeiten müssen auch alle Sportler auf die geltenden Fahrordnungen bei der Hochfahrt zum Start und beim Anlegen am Siegersteg hingewiesen werden. An diese Regeln haben sich alle Teilnehmer zu halten um eventuellen Unfällen und Verletzungen aus dem Weg zu gehen.
Nachdem dies alles durch die Trainer erfolgte und alle Boote ordentlich angebaut wurden, konnte es endlich losgehen.
Die ersten Sportlerrinnen, die für Bernburg an den Start gingen, waren Paula Buch und Lena Vogel im Mäd 2x 11 u. 12 Jahre. Sie konnten sich auf der windanfälligen und welligen Strecke gegen die Boote aus Mühlberg und Plaue durchsetzen.
Im Gegensatz zu anderen Regatten dürfen in Brandenburg die drei erstplatzierten Boote am Siegersteg anlegen und werden geehrt.
Im Kinder-Vierer mit Steuermann AK 10 u. 11 gab es einen 4-fach Triumph für die Bernburger. Hier gelang es allen Bernburger Booten ihre Bugspitze vor das Boot aus Königs Wusterhausen über die Ziellinie zu bringen. Diese Rennen kam nur zustande, da es das Regelwerk erlaubt Mädchen und Jungen in dieser
Altersklasse gegen bzw. miteinander fahren zu lassen. Und so siegte der Mädchen-Vierer mit Maxima, Kim, Anne, Lilly und Steuerfrau Kim Weber vor dem Boot mit Gabriel, Dean, Tim, Jonas und Steuerfrau Isabella Stattek. Hier zeigte sich wieder einmal, dass nur durch einen gemeinsamen Rhythmus und ein gemeinsames Zusammenspiel aller Sportler im Boot ein Sieg möglich ist.
Im Jungen-Einer AK 13 gelang Anthony Grube ein ungefährdeter Sieg vor dem Boot aus Rüdersdorf und Plaue. Sein Vereinskamerad Jakob Kannenberg kam auf dem undankbaren vierten Platz ins Ziel. Jakob hatte auf der nun deutlich unruhigeren Strecke mehr Probleme als Anthony und konnte somit seine körperlichen Voraussetzungen nicht in Geschwindigkeit umwandeln.
Der Mädchen-Doppelzweier AK 12 u. 13 hatte es dann in sich. Deutlich in Führung liegend überquerte das Boot des RC Potsdam die 500 m Marke gefolgt von den beiden Bernburger Booten. Nun begannen Luise und Marit das Potsdamer Boot anzugreifen und schoben sich Schlag für Schlag heran. Plötzlich wurde es ganz laut auf der Tribüne und alle Bernburger wollten sie siegen sehen.
Doch die Potsdamerrinnen retteten sich mit einem Vorsprung von 0,04 Sekunden als Erste über die Ziellinie. Schade! Den dritten Platz belegten Charlotte Handt und Charlotte Rückauf.
Da die Bedingungen auf der Strecke durch den Wind immer schwieriger wurden und ein Ausrichten der Boote am Start teilweise sehr lange dauerte, entschied die Regattaleitung die Strecken für alle restlichen Rennen auf 200 m zu verkürzen und somit direkt vor die Tribühne zu legen. Eine gute Entscheidung, da die Wasserwacht im Laufe des Renntages immer mehr gefordert war.
Weiter gute Platzierungen erreichten Tim Bollmann (2. Platz Jung 1×10 J.), Dean Ambrosius (1. Platz Jung 1x 11 J.), Anne Villin (1. Platz Mäd 1x 11 J.) und Lilly Schneider (2. Platz Mäd 1 x 11 J.).
Im Gesamtergebnis gelang es unserem Verein mit insgesamt 10 Siegen die Gesamtwertung der Regatta vor den Vereinen aus Königs Wusterhausen und Plaue zu gewinnen.
Sicher waren nicht alle Sportlerinnen und Sportler mit ihren Ergebnissen zufrieden. Dennoch konnten sie weiter Erfahrungen bei schwierigen Wasser- und Wetterbedingungen sammeln.
Die gezeigten Leistungen lassen die Trainer optimistisch auf die anstehenden Landesmeisterschaften am 2. Juni-Wochenende schauen.

KIEZ am Hölzernen See – Auftakt zur Vorbereitung auf Landesmeisterschaft und BW-Qualifikation

In vielen Bereichen des Lebens ist das Jahr 2022 von diversen Neustarts geprägt. So auch bei den Kindern und Jugendlichen unseres Vereins. Für viele Kinder ist es das erste echte Trainingslager beim Rudern gewesen. Für die etwas erfahreneren Sportlern gab es endlich mal wieder ein Trainingslager,
bei welchem neben dem Training auch bestehende Freundschaften vertieft und neue geknüpft wurden.
Am Samstagmorgen den 21.05.2022 war der Trubel am Bootshaus groß, als sich alle Sportler für eine Woche von ihren Eltern verabschiedeten und das gesamte Gepäck sicher in den Motorbooten verstaut wurden. Nun ging es mit drei Motorbooten, einem vollgepackten Bootshänger, ca. 30 Sportlern und drei Trainern nach Prieros.
Angekommen im KIEZ am Hölzernen See wurden nach dem Mittagessen die Zimmer bezogen und danach mit dem Abladen und Anbauen der Ruderboote und dem zu Wasserlassen der Motorboote begonnen. Vor allem für die neuen Teilnehmer war dies alles sehr aufregend, da sie nun immer mehr verstehen, was bei solch einem Trainingslager vorher alles erledigt werden muss um mit dem Training beginnen zu können.
Nach Beendigung aller logistischen Aufgaben erfolgte die Einteilung der Trainingsgruppen und eine kurze Ansprache der Trainer was sie in dieser Woche vorhaben bzw. wie sie sich das Verhalten der Sportler untereinander vorstellen. Neben einer hohen Einsatzbereitschaft im Training soll auch das Miteinander unter den verschiedenen Vereinen gestärkt werden. Das bedeutet auch das wir vereinsfremden Sportlern, wenn notwendig, behilflich sind.
Die kommenden Tage waren geprägt von langen Trainingseinheiten auf dem Wasser, Waldläufen, Gymnastik, Essen und schlafen. Einige Trainer begannen das Training bereits vor dem Frühstück, was für Sportler und Trainer manchmal mit etwas Überwindung verbunden war, aber nur einer optimalen Vorbereitung auf die Landesmeisterschaften und einer hoffentlich erfolgreichen Qualifikation für den diesjährigen Bundeswettbewerb, diente.
Neben dieser Vorbereitung, gab es auch einige Sportler, welche ihre Technikstufen 1 und 2 in dieser Woche ablegen wollten. Erst die Technikstufen berechtigen den jeweiligen Sportler bzw. Sportlerin zur Teilnahme an einer Regatta. Ein sogenannter „Führerschein“, welcher darüber Auskunft gibt, dass die Sportler alle Bestandteile des Bootes und eines Skulls kennen. Des Weiteren muss durch spezielle Übungen nachgewiesen werden, dass die Sportler ihre Einer auf dem Wasser beherrschen. Katrin Struve wurde hierbei von den beiden Juniorinnen Hanna Hohl und Nele Kreß unterstützt.
Hauptaugenmerk der Trainer lag in dieser Woche auf dem Training der Großboote in den Altersklassen 10 bis 14. Dennoch kam auch das ein oder andere Training im Kleinboot wie Einer und Zweier nicht zu kurz, da neben einem abwechslungsreichen Training auch das Austesten verschiedener Bootsgattungen und Bootsbesetzungen sehr wichtig ist.
Für einen Großteil der Sportler war diese erhöhte Trainingsbelastung doch sehr ungewohnt und viele hatten nach den ersten Tagen bereits die Hände voller Blasen. Der ein- oder andere Sportler lernte auch in dieser Woche wie wichtig es ist sich aufgrund dieser hohen Belastung vernünftig zu ernähren und einige lernten auch die gute Stunde Mittagsschlaf zur Erholung zu schätzen.
Zum Abschluss des Tages wurde meist eine Stunden Dehnung angesetzt um dem Körper und der Muskulatur eine möglichst gute Erholung in der Nacht zu garantieren.
Neben dem Training gab es auch einige andere Höhepunkte, wie das obligatorische Eisessen, grillen und ein Lagerfeuer. Vor dem Eis stand eine Radtour zur Eisdiele auf dem Plan und für das Lagerfeuer mussten alle Sportler erst Holz aus dem angrenzenden Walgebiet sammeln.
Am Ende einer anstrengenden Woche konnten alle Trainer mit den gezeigten Leistungen zufrieden sein. Es gab, bis auf die üblichen Blessuren, keine Verletzungen bzw. sind alle Sportler auch gesund durch die Trainingswoche gekommen.
Jetzt heißt es das erarbeitete Trainingsniveau zu halten und in der Zeit vor den Landesmeisterschaften gesund zu bleiben um sich den Traum von einer Medaille und der Qualifikation zum Bundeswettbewerb zu erfüllen.