Kinderregatta in Brandenburg – Abschluss einer anstrengenden Woche im Trainingslager

24 Sportlerinnen und Sportler traten nach Beendigung des Trainingslagers in Prieros am darauffolgenden Samstag zur 25. Kinderregatta in Brandenburg an. Hier gehen nur Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren an den Start. Neben einer guten Infrastruktur und einer Tribüne, auf welcher Eltern und Großeltern ihre Kinder beobachten und anfeuern können, hat diese Strecke auch bei wechselnden Wetterbedingungen so ihre Herausforderungen zu bieten.
Das dieser Regattatermin direkt nach dem Trainingslager wahrgenommen wurde hatte für die Trainer einen ganz konkreten Hintergrund, sammeln von Regattaerfahrung. Denn vor der Landesmeisterschaft am 2. Juni-Wochenende gibt es keinen weiteren Wettkampf, bei welchem vor allem unsere jüngsten Sportler hätten Erfahrungen sammeln können.
In Brandenburg angekommen, mussten alle Boote angebaut werden und alle Sportler wurden direkt oder durch einen Aushang am Bus auf ihre Startzeiten und Rennen hingewiesen. Gerade unsere Regattaneulinge waren sehr aufgeregt. Neben den Rennen und Startzeiten müssen auch alle Sportler auf die geltenden Fahrordnungen bei der Hochfahrt zum Start und beim Anlegen am Siegersteg hingewiesen werden. An diese Regeln haben sich alle Teilnehmer zu halten um eventuellen Unfällen und Verletzungen aus dem Weg zu gehen.
Nachdem dies alles durch die Trainer erfolgte und alle Boote ordentlich angebaut wurden, konnte es endlich losgehen.
Die ersten Sportlerrinnen, die für Bernburg an den Start gingen, waren Paula Buch und Lena Vogel im Mäd 2x 11 u. 12 Jahre. Sie konnten sich auf der windanfälligen und welligen Strecke gegen die Boote aus Mühlberg und Plaue durchsetzen.
Im Gegensatz zu anderen Regatten dürfen in Brandenburg die drei erstplatzierten Boote am Siegersteg anlegen und werden geehrt.
Im Kinder-Vierer mit Steuermann AK 10 u. 11 gab es einen 4-fach Triumph für die Bernburger. Hier gelang es allen Bernburger Booten ihre Bugspitze vor das Boot aus Königs Wusterhausen über die Ziellinie zu bringen. Diese Rennen kam nur zustande, da es das Regelwerk erlaubt Mädchen und Jungen in dieser
Altersklasse gegen bzw. miteinander fahren zu lassen. Und so siegte der Mädchen-Vierer mit Maxima, Kim, Anne, Lilly und Steuerfrau Kim Weber vor dem Boot mit Gabriel, Dean, Tim, Jonas und Steuerfrau Isabella Stattek. Hier zeigte sich wieder einmal, dass nur durch einen gemeinsamen Rhythmus und ein gemeinsames Zusammenspiel aller Sportler im Boot ein Sieg möglich ist.
Im Jungen-Einer AK 13 gelang Anthony Grube ein ungefährdeter Sieg vor dem Boot aus Rüdersdorf und Plaue. Sein Vereinskamerad Jakob Kannenberg kam auf dem undankbaren vierten Platz ins Ziel. Jakob hatte auf der nun deutlich unruhigeren Strecke mehr Probleme als Anthony und konnte somit seine körperlichen Voraussetzungen nicht in Geschwindigkeit umwandeln.
Der Mädchen-Doppelzweier AK 12 u. 13 hatte es dann in sich. Deutlich in Führung liegend überquerte das Boot des RC Potsdam die 500 m Marke gefolgt von den beiden Bernburger Booten. Nun begannen Luise und Marit das Potsdamer Boot anzugreifen und schoben sich Schlag für Schlag heran. Plötzlich wurde es ganz laut auf der Tribüne und alle Bernburger wollten sie siegen sehen.
Doch die Potsdamerrinnen retteten sich mit einem Vorsprung von 0,04 Sekunden als Erste über die Ziellinie. Schade! Den dritten Platz belegten Charlotte Handt und Charlotte Rückauf.
Da die Bedingungen auf der Strecke durch den Wind immer schwieriger wurden und ein Ausrichten der Boote am Start teilweise sehr lange dauerte, entschied die Regattaleitung die Strecken für alle restlichen Rennen auf 200 m zu verkürzen und somit direkt vor die Tribühne zu legen. Eine gute Entscheidung, da die Wasserwacht im Laufe des Renntages immer mehr gefordert war.
Weiter gute Platzierungen erreichten Tim Bollmann (2. Platz Jung 1×10 J.), Dean Ambrosius (1. Platz Jung 1x 11 J.), Anne Villin (1. Platz Mäd 1x 11 J.) und Lilly Schneider (2. Platz Mäd 1 x 11 J.).
Im Gesamtergebnis gelang es unserem Verein mit insgesamt 10 Siegen die Gesamtwertung der Regatta vor den Vereinen aus Königs Wusterhausen und Plaue zu gewinnen.
Sicher waren nicht alle Sportlerinnen und Sportler mit ihren Ergebnissen zufrieden. Dennoch konnten sie weiter Erfahrungen bei schwierigen Wasser- und Wetterbedingungen sammeln.
Die gezeigten Leistungen lassen die Trainer optimistisch auf die anstehenden Landesmeisterschaften am 2. Juni-Wochenende schauen.

KIEZ am Hölzernen See – Auftakt zur Vorbereitung auf Landesmeisterschaft und BW-Qualifikation

In vielen Bereichen des Lebens ist das Jahr 2022 von diversen Neustarts geprägt. So auch bei den Kindern und Jugendlichen unseres Vereins. Für viele Kinder ist es das erste echte Trainingslager beim Rudern gewesen. Für die etwas erfahreneren Sportlern gab es endlich mal wieder ein Trainingslager,
bei welchem neben dem Training auch bestehende Freundschaften vertieft und neue geknüpft wurden.
Am Samstagmorgen den 21.05.2022 war der Trubel am Bootshaus groß, als sich alle Sportler für eine Woche von ihren Eltern verabschiedeten und das gesamte Gepäck sicher in den Motorbooten verstaut wurden. Nun ging es mit drei Motorbooten, einem vollgepackten Bootshänger, ca. 30 Sportlern und drei Trainern nach Prieros.
Angekommen im KIEZ am Hölzernen See wurden nach dem Mittagessen die Zimmer bezogen und danach mit dem Abladen und Anbauen der Ruderboote und dem zu Wasserlassen der Motorboote begonnen. Vor allem für die neuen Teilnehmer war dies alles sehr aufregend, da sie nun immer mehr verstehen, was bei solch einem Trainingslager vorher alles erledigt werden muss um mit dem Training beginnen zu können.
Nach Beendigung aller logistischen Aufgaben erfolgte die Einteilung der Trainingsgruppen und eine kurze Ansprache der Trainer was sie in dieser Woche vorhaben bzw. wie sie sich das Verhalten der Sportler untereinander vorstellen. Neben einer hohen Einsatzbereitschaft im Training soll auch das Miteinander unter den verschiedenen Vereinen gestärkt werden. Das bedeutet auch das wir vereinsfremden Sportlern, wenn notwendig, behilflich sind.
Die kommenden Tage waren geprägt von langen Trainingseinheiten auf dem Wasser, Waldläufen, Gymnastik, Essen und schlafen. Einige Trainer begannen das Training bereits vor dem Frühstück, was für Sportler und Trainer manchmal mit etwas Überwindung verbunden war, aber nur einer optimalen Vorbereitung auf die Landesmeisterschaften und einer hoffentlich erfolgreichen Qualifikation für den diesjährigen Bundeswettbewerb, diente.
Neben dieser Vorbereitung, gab es auch einige Sportler, welche ihre Technikstufen 1 und 2 in dieser Woche ablegen wollten. Erst die Technikstufen berechtigen den jeweiligen Sportler bzw. Sportlerin zur Teilnahme an einer Regatta. Ein sogenannter „Führerschein“, welcher darüber Auskunft gibt, dass die Sportler alle Bestandteile des Bootes und eines Skulls kennen. Des Weiteren muss durch spezielle Übungen nachgewiesen werden, dass die Sportler ihre Einer auf dem Wasser beherrschen. Katrin Struve wurde hierbei von den beiden Juniorinnen Hanna Hohl und Nele Kreß unterstützt.
Hauptaugenmerk der Trainer lag in dieser Woche auf dem Training der Großboote in den Altersklassen 10 bis 14. Dennoch kam auch das ein oder andere Training im Kleinboot wie Einer und Zweier nicht zu kurz, da neben einem abwechslungsreichen Training auch das Austesten verschiedener Bootsgattungen und Bootsbesetzungen sehr wichtig ist.
Für einen Großteil der Sportler war diese erhöhte Trainingsbelastung doch sehr ungewohnt und viele hatten nach den ersten Tagen bereits die Hände voller Blasen. Der ein- oder andere Sportler lernte auch in dieser Woche wie wichtig es ist sich aufgrund dieser hohen Belastung vernünftig zu ernähren und einige lernten auch die gute Stunde Mittagsschlaf zur Erholung zu schätzen.
Zum Abschluss des Tages wurde meist eine Stunden Dehnung angesetzt um dem Körper und der Muskulatur eine möglichst gute Erholung in der Nacht zu garantieren.
Neben dem Training gab es auch einige andere Höhepunkte, wie das obligatorische Eisessen, grillen und ein Lagerfeuer. Vor dem Eis stand eine Radtour zur Eisdiele auf dem Plan und für das Lagerfeuer mussten alle Sportler erst Holz aus dem angrenzenden Walgebiet sammeln.
Am Ende einer anstrengenden Woche konnten alle Trainer mit den gezeigten Leistungen zufrieden sein. Es gab, bis auf die üblichen Blessuren, keine Verletzungen bzw. sind alle Sportler auch gesund durch die Trainingswoche gekommen.
Jetzt heißt es das erarbeitete Trainingsniveau zu halten und in der Zeit vor den Landesmeisterschaften gesund zu bleiben um sich den Traum von einer Medaille und der Qualifikation zum Bundeswettbewerb zu erfüllen.

Mitteldeutsche Ergometermeisterschaften aus dem „Home-Office“

Die Pandemie erlaubte auch in diesem Jahr keine normale Austragung der mitteldeutschen Meisterschaften im Ergometerrudern. Dementsprechend fand der erste Saisonhöhepunkt im Jahr 2022 im „Home-Office“ statt. Durch entsprechende Software und die technischen Voraussetzungen gingen unsere Sportler vom Bernburger Ruderclub also aus dem eigenen Ergometerraum an den Start. Nach erfolgreichen Testläufen der Internetverbindung und der Geräte durch Daniel Sobotta, Maik Wartmann und Tobias Strätz erfolgte dann am 22.1.2022 um 9 Uhr der erste Startschuss und endete direkt mit dem ersten Sieg für den BRC. Während Daniel und Tobias sich um das Einwählen der Ergometer in die Rennsoftware kümmerten, lag die sportliche Betreuung in den Händen unserer Trainer Maik Wartmann und Katrin Struve. Paula Maria Buch gewann das Rennen der 11- und 12-jährigen Mädchen über 500 Meter mit einem knappen Vorsprung von 0,3 Sekunden vor der Konkurrentin aus Pirna. Wenige Rennen später gab es direkt den nächsten Erfolg für die Bernburger. Im Rennen der Mädchen, Altersklasse 13, nun über 1000m gab es einen Doppelsieg. Gold und Silber machten hier Charlotte Handt und Luise Wartmann untereinander aus. Durch einen starken Schlussspurt sicherte sich den Titel in dieser Altersklasse Luise. In derselben Altersklasse bei den Jungen waren ebenfalls unsere Bernburger Sportler ganz weit vorne mit dabei. Mit Platz zwei sicherte sich Anthony Grube Silber bei den mitteldeutschen Meisterschaften, dicht gefolgt vom Vereinskamerad Jakob Kannenberg. Mit Rafael Chipczinzki nahm einer unserer Sportler an seinem ersten offiziellen Wettkampf teil. Für seine bisher fleißige Trainingsarbeit konnte er sich damit mit dem ersten Platz in der Leistungsgruppe 3 der 13-Jährigen belohnen. Dies wird sicherlich ein Anreiz sein am Ball zu bleiben und hoffentlich auch auf dem Wasser starke Leistungen zu zeigen. In einem Rennen gegen die Uhr, also ohne Konkurrenz, ging Tamara Kairies an den Start. Da außer ihr niemand in der ersten Leistungsgruppe der 14-jährigen Mädchen gemeldet hatte fuhr sie nur gegen die Uhr. Trotz keiner direkten Konkurrenz fuhr sie ein gutes Rennen und überzeugte trotz sicherer Goldmedaille mit einer guten Zeit. Bei den Junioren Niklas Ludwig und Julian Maserak ging es nun über die offizielle Distanz von 1500 Metern. Beide konnten sich mit ordentlichen Zeiten jeweils den zweiten Platz in ihren Abteilungen sichern. Nach einer Mittagspause stand dann auch schon das letzte Rennen des Tages mit Bernburger Beteiligung an. Unser Vereinspräsident Gerhard Hartkopf ging im Mastersrennen über 1000 Meter an den Start. An der Startlinie wartete Dauerkonkurrent Bernd Parschau vom Sportclub Magdeburg. Trotz starkem Kampf war an diesem Tag jedoch kein Kraut gegen den starken Magdeburger gewachsen. Insgesamt konnte der Bernburger Ruderclub also vier Siege, 7 zweite Plätze und einmal Bronze verzeichnen. Der sportliche Leiter Maik Wartmann, zusammen mit Trainerin Katrin Struve, sind zufrieden mit der Ausbeute des ersten Wettkampfes der Saison und den Leistungen ihrer Sportler. Als kommender Höhepunkt steht die Deutsche Meisterschaft im Ergometerrudern an. Nach der erfolgreichen Durchführung der Mitteldeutschen Meisterschaft wird auch diese am 20.2.2022 online stattfinden.

Bernburger Rudernachwuchs nimmt nach zweijähriger Zwangspause wieder an der Havelregatta in Werder teil

Auch 2021 ist das bisherige Wettkampfangebot für alle Ruderer in Deutschland sehr überschaubar. Deshalb war die Vorfreude auf die 65. Havelruderregatta in Werder sehr groß. Nach den Landesmeisterschaften von Sachsen-Anhalt, dem in diesem Jahr einzigen Freiluftwettkampf des gesamten Bernburger Rudernachwuchses, konnte der Veranstalter mit einem enorm großen Starterfeld am zweiten September-Wochenende aufwarten. Anzumerken ist aber, dass die Meldefelder im Erwachsenenbereich sehr überschaubar waren.

Pünktlich am Freitag nach Schulschluss machten sich über 20 Kinder und Jugendliche mit ihren Trainern und Betreuern auf den Weg zu einer der schönsten Regattastrecken in Deutschland. In Werder angekommen begann der jährliche „Kampf“ um einen guten Platz an der Strecke für die Lagerung der Boote.

Nach dem dies geklärt war und die Zelte auf dem Gelände des benachbarten Segelvereins aufgeschlagen waren, erfolgte eine erste Wettkampfbesprechung der Trainer mit ihren Schützlingen. Die Aufregung unserer Sportlern war sehr groß, da es für manche der erste Wettkampf überhaupt war. Dementsprechend ging am nächsten Morgen das Gequatsche in den Zelten schon vor Sonnenaufgang los.

Den Anfang für unseren Verein machte an diesem Tag Julian Maserak im Einer der AK 14 Leichtgewicht. Aufgrund technischer Defizite im Bewegungsablauf und der ungewohnten Tatsache das die Bahnen mit einem sogenannten Albano-System ausgelegt sind, reichte es für ihn leider nur zu einem 4. Platz in einem 6-Boote-Feld.

Dieses Albano-System wird in den kommenden Rennen einigen Sportlern eine bessere Platzierung verwehren, da sie sich zu sehr auf dieses „Problem“ konzentrieren werden. Auch der mehrmalige Hinweis der Trainer dies aus ihren Köpfen zu streichen führte in einigen Rennen keine Besserung herbei. Hier ist die fehlende Erfahrung sehr deutlich.

Die nächsten Bernburger Boote gingen in der AK 11/12 der Jungen an den Start. Hierbei handelte es sich um die Doppelzweier Jakob Böttcher, Lucas Jehnert und Anthony Grube und Jakob Kannenberg. Das erstgenannte Boot konnte sich auf der 500 Meter Strecke gegen 3 Boote durchsetzen, musste aber dem siegreichen Boot aus Berlin und dem Boot des RC Plaue den Vortritt lassen. In der zweiten Abteilung dieses Rennens konnten Jakob und Anthony das erste Mal für den BRC am Siegersteg anlegen. Sie konnten mit sich mit langen Ruderschlägen von ihren Konkurrenten absetzen und verwiesen die Boote aus Rostock und Berlin auf die Plätze.

Das erste Rennen der Bernburger Mädchen bestritt Marit Großhans im Einer der AK 12. Marit gehört nicht zu den körperlich größten Ruderrinnen, macht dies aber mit Trainingsfleiß und einer für ihr Alter guten Technik wett. Am Ende ihres Rennens konnte sie einen dritten Platz verbuchen und hat wertvolle Wettkampferfahrung gesammelt. In diesem 6-Boote-Feld konnte sich wieder einmal ein Berliner Boot vor einer Sportlerin aus Burg durchsetzen.

Im Rennen 26, dem Mix-Doppelvier der AK 12 / 13, konnte die Trainer zwei reine Bernburger Boote an den Start bringen. Die Bernburger Farben gingen dann von den Bahnen 1 und 3 in das Rennen über die 100 Meter Distanz und mussten sich mit den Booten aus Rostock, Neuruppin und Ribnitz auseinandersetzen. Am Ende eines aufregenden Rennens sprangen die Plätze drei und vier für die Bernburger Vierer heraus. Einen deutlichen Sieg verbuchte der Rostocker Ruderclub für sich vor dem Boot aus Neuruppin. In den jüngeren Altersklassen ist bei solchen Rennen das Zusammenspiel und die Rudertechnik im Mannschaftsboot der entscheidende Faktor. Dies entscheidet darüber wer die Ziellinie als Erster überquert. Nur gemeinsam sind die jungen Ruderer schnell.

Sein zweites Rennen an diesem Tag bestritt Julian Maserak gemeinsam mit seinem Kumpel Niklas Ludwig im Jungen-Doppelzweier der AK 13 / 14. Nach der Auswertung seines Einer-Rennens, zeigte sich Julian in seinem Bewegungsablauf verbessert und konnte mit Niklas einen zweiten Platz in der ersten Abteilung dieses Rennens verbuchen. In diesem 5-Boote-Feld mussten die Beiden nur dem Boot des RV Nürnberg den Vortritt lassen.

Anne Villin ging im Mädchen Einer der AK 11 für Bernburg an den Start. Die junge Sportlerin hat erst in diesem Jahr mit dem Rudern angefangen und ist sehr ehrgeizig. Angefeuert von ihrer Trainerin Katrin Struve kämpfte sie sich über die unbekannte 500 Meter Strecke und konnte ihr erstes Rennen mit einem 5 Platz abschließen. Etwas enttäuscht kann sie dies aber als erste wertvolle Erfahrung in ihrem noch jungen Ruderleben verbuchen. Ihre Eltern und ihr großer Bruder waren sehr stolz.

Mit Charlotte Handt und Luise Wartmann trugen zwei weitere ehrgeizige Ruderrinnen beim Rennen der Mädchen-Doppelzweier AK 11 / 12 die Bernburger Farben. Über die 500 Meter Distanz konnten beide ihre gute Rudertechnik ausspielen und als erste die Ziellinie überqueren. Freudestrahlend nahmen sie am Siegersteg ihre Medaille entgegen und holten sich die Glückwünsche ihrer Mannschaftskameraden und Trainer ab. Marit Großhans und Paula Buch erreichten in diesem Rennen einen 5. Platz.

Zwei weitere Siege konnte Timo Schumann im Einer der Junioren B auf der Habenseite verbuchen. Der im Gegensatz zu seinen Kontrahenten eher kleine Ruderer kann fehlende Größe in einigen Rennen mit seiner guten Athletik und Rudertechnik wettmachen. Dies gelang ihm auch dieses Mal. An beiden Wettkampftagen gelang ihm ein Start-Ziel-Sieg und er konnte die teilweise einen Kopf größere Konkurrenz hinter sich lassen und als Erster die Ziellinie überqueren. Mit seinem Zweierpartner Vincent Böttcher erruderte er im Doppelzweier der gleichen AK einen 3. Platz.

Am Ende einer gelungenen Regatta fuhr unser Nachwuchs mit einer Bilanz von 11 Siegen und einigen guten Platzierungen nach Hause. Bei der kommenden Regatta in Brandenburg wird sich nun zeigen, ob die klare Ansage der Trainer bezüglich einer konzentrierteren Fahrweise im Albano-System Wirkung zeigt.

Anmerkung:

Bei der Havelregatta in Werder fahren die Kinder bis 12 Jahre an beiden Wettkampftagen ihre Sieger über die 500 Meter Strecke aus. Die älteren Jahrgänge fahren am Samstag auf der 1000 Meter und am Sonntag auf der 500 Meter Strecke um die begehrten Medaillen. Jeder meldende Verein konnte sich beim Veranstalter Obstkörbe mit frischem Obst aus der Region abholen und für einen gesunden Snack zwischen durch sorgen.

Daniel Sobotta

Trainingswochenende des BRC-Nachwuchses gemeinsam mit Sportlern aus Bitterfeld, Tangermünde, Havelberg und Schönebeck

Ziel dieser zusätzlichen Trainingseinheiten am 03. Und 04.07. war die Vorbereitung auf die Landesmeisterschaften in Zschornewitz, welche am darauffolgenden Wochenende stattfinden werden.

Hier legten die Trainer besonderen Wert auf das Training in den Großbooten. Besonders in der AK 14 der Jungen und Mädchen wurde viel Arbeit investiert, da nur diese sich in diesem Jahr für den Bundeswettbewerb in Salzgitter qualifizieren können.

Dennoch haben sich alle Trainer und Übungsleiter auch den anderen Altersklassen gewidmet. Wichtig in den jüngeren Altersklassen ist hier nicht so sehr die körperliche Konstitution, sondern das Zusammenspiel im Zweier oder Vierer ist hier schon die halbe Miete für eine vordere Platzierung oder gar für den Sieg in einem Rennen.

Das Gegenteil ist im Juniorenbereich der Fall. Hier ist neben der Technik auch eine gewisse Grundlagenphysis von größerer Bedeutung. Die Defizite in Zusammenspiel der Riemen-Vierer oder im Achter konnten zwar an diesen beiden Tagen nicht ausgemerzt werden aber sie wurden zumindest minimiert. Somit konnten die Trainer guten Gewissens auch die Vierer und einen Achter zur Landesmeisterschaft melden.

Die Versorgung aller Teilnehmer wurde durch Katrin Struve, Maik Wartmann und Stefan Schumann organisiert. Als Koch des sehr leckeren Mittagessens in Form von Nudeln mit Tomatensauce und Nudeln mit Gehacktesstippe stellte Stefan Schumann sein Können unter Beweis.

Bei diesem kleinen Trainingslager konnte der Kenner schon relativ genau sehen wie unterschiedlich der eine oder andere Verein bzw. Sportler durch die Pandemie gekommen ist.

Hier und da haben sich gerade auch im Juniorenbereich körperliche Defizite herauskristallisiert. Dennoch haben alle Sportlerinnen und Sportler gut mitgezogen und einen positiven Eindruck hinterlassen.

Viel Erfolg für die kommenden Wettkämpfe.

Der Vorstand des BRC e.V. gratuliert – 2x Platz 6 bei Spitzensportregatten

  • Bei der Europameisterschaft auf dem Maltasee in Poznan errang unser Achter-Weltmeister Maximilian Planer im Vierer gemeinsam mit Felix Wimberger, Paul Gebauer und Wolf-Niclas Schröder den sechsten Platz. Dieses Ergebnis, nach einer schwierigen Vorbereitungsphase, sollte nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach Tokio 2021 sein. Wir wünschen dem Team um Max vor allem Gesundheit, ungebrochenen Willen und die nötige Härte für das Training in den nächsten Monaten. Jungs, holt Euch die Olympiaqualifikation im Mai in Luzern!
  • Bei den 24. Deutschen Sprintmeisterschaften in Werder erreichte der Bernburger Vierer mit Stm. in der Besetzung Christopher Leinau, Hannes Loerwald, Karl Zander, Lukas Nitsche und Steuerfrau Elisa-Sophie Träger ebenfalls den sechsten Platz im Finale. Das war eine echt starke Vorstellung unseres halben Bundesligaachters. Dieser Erfolg sollte genug Motivation für das Wintertraining sein. Jungs, überrascht uns in der nächsten Saison wieder!

Herzlichen Glückwusch – Wir sind stolz auf Euch!
Vorstand Bernburger RC e.V.

Titelverteidiger setzen sich bei der Ergo-Vereinsmeisterschaft durch – Familien-Zweier werden überraschend gut angenommen

Lukas Nitzsche und Fabienne Struve konnten bei der diesjährigen Vereinsmeisterschaft des Bernburger Ruderclubs ihre Titel verteidigen.

Den Anfang an diesem Tag machten die beiden jüngsten Starter Paula Buch und Paul Weber. Aufgrund mangelnder Konkurrenz starteten beide in einem Rennen gegeneinander. Die Wertung erfolgte am Ende aber getrennt. Paula benötigte für die 500 Meter Strecke 2:22,3 min und Paul legte die Strecke in 2:19,8 min zurück. Im zweiten Rennen des Tages, ebenfalls über eine Distanz von 500 Metern, gingen Jakob Kannenberg, Anthony, Grube und Emil Fielke in der AK 11 an den Start. Hier konnte sich Jakob souverän gegen seine Ruderkameraden Anthony und Emil durchsetzen. In der zweiten Abteilung der AK 11 trafen Tilll Karl, Jakob Böttcher und Anton Valdeig aufeinander. Der Sieger dieses Rennens hieß Till gefolgt von Jakob und Anton. Alle drei waren, trotz guter kämpferischer Leistung, deutlich langsamer als ihre erfahreneren Ruderkameraden aus der ersten Abteilung.

Im dritten Rennen des Tages griffen die Mädchen der AK 11 in das Wettkampfgeschehen ein. Charlotte Handt, Lusise Wartmann und Maja Scholz hießen die Starterinnen. So wie die Bahnverteilung war ging es auch ins Ziel. Charlotte legte die virtuelle 500 Meter Strecke in 2:09,6 min zurück. Luise überquerte knapp eine Sekunde später die Ziellinie. Maja musste sich ihren Mitstreiterinnen, welche bereits eine Wettkampfsaison hinter sich haben, deutlich geschlagen geben.

Bei den Jungs der AK 12 machten Luis Deckert und Lennart Kairies. den Anfang für die nun folgenden Rennen über die 100 Meter. Luis konnte sich souverän gegen Lennart durchsetzen und gewann in 4:25,1 min. Nach den Jungs machten sich nun die Mädchen der AK 12 für die ungewohnte 1000 Meter Distanz startbereit. Nach 4:28,9 min hieß die Siegerin in dieser Altersklasse Tamara Kairies vor Florentine Timplan (4:29,8 min) und Cecilia Woitun (4:31,5 min).

Nach den Sportlerinnen der AK 12 folgten nun die Männerrennen mit je drei Startern über die 1000 Meter. Als einziger Starter der Junioren B komplettierte Jannik Zscheyge das 4 Starter umfassende Feld. Trotzdem oder gerade deswegen konnte sich Jannik gegen Tobias Strätz durchsetzen und schloss das Rennen der ersten Abteilung auf einem guten dritten Platz ab. Das Rennen gewann Lukas Nitzsche in einer Zeit von 2:58,6 min vor Christopher Leinau (3:23,9 min). Das zweite Rennen im Männerbereich bestritten Benny Kuhnert, Cedric Struve und Jörn Großhans. Benny, welcher mit dem Fahrrad von Magdeburg nach Bernburg gefahren ist, konnte sich gegen seine beiden Herausforderer in einer Zeit von 3:07,7 min durchsetzen. Platz zwei in diesem Rennen belegte Cedric (3:17,2 min) vor Jörn (3:30,8 min).

Nach den Männern machten sich die Mädchen der AK 13 startbereit. Leonie Grube, Karolina Ullrich, Clara Widder und Maxi Heinecke kämpfte um den Sieg in diesem Rennen. Am Ende der virtuellen 1000 Meter konnte sich die talentierte Leonie Grube gegen ihre Mitstreiterinnen durchsetzen.

Timo, Vincent, Jonas und Julian waren die Starter der Jungen AK 14. Am Ende des Rennens konnte sich Timo (3:26,2 min) aufgrund seiner physischen Stärke gegen seine Ruderkameraden durchsetzen und verwies Vincent (3:29,8 min) und Jonas (3:36,6 min) auf die Plätze zwei und drei. Die erruderten Zeiten sollten den ein oder anderen Starter im Männerbereich nachdenklich stimmen.

Die Siegerrinnen der weiblichen Juniorinnen heißen im B-Bereich Fabienne Struve und im A-Bereich Jasmin Jennert. Fabienne konnte sich in einer Zeit von 3:51,1 min gegen Tabea Beck und Zoe Altaner durchsetzen und den somit den Vereinsmeistertitel im weiblichen Bereich verteidigen. Den A-Bereich entschied Jasmin, vor Paula König und Tanja Strätz, für sich.

Erfreulicherweise haben sich auch drei männliche Vertreter des Freizeitbereichs zu einem Duell entschlossen. Hier ist zu erwähnen, dass die Starter ein Durchschnittsalter von ca. 70 Jahren haben und somit wurde ihrem Wunsch entsprechend eine virtuelle 250 Meter Strecke eingestellt. Am Ende dieses Sprints konnte sich Jürgen Betat gegen Günter Fritsche und Lutz Reiche durchsetzen.

Zum Abschluss dieses gutbesuchten Vereinswettkampfes, gab es eine Neuerung im Programm. Auf den Staffelwettkampf wurde zugunsten des Familien-Zweiers (1 Sportler+ 1 Elternteil o. Großeltern) verzichtet. In die Starterliste trugen sich 16 Mannschaften ein. Hier wurden 200 Meter eingestellt und je zwei Mannschaften starteten gegeneinander. Die Durchschnittszeit der Mannschaft bildet dann das Endergebnis. Am Ende einiger sehr spannender Rennen standen die Sieger mit Familie Schumann (0:40,5 min) vor Familie Kairies (Tamara, Jürgen; 0:41,5 min) und Familie Ulrich (0:42,3 min) fest.

Daniel Sobotta

Ergocup Mühlberg und Ergometer-Landesmeisterschaften Sachsen-Anhalt Magdeburg

Der Start in die Wettkampfsaison begann für unsere Nachwuchssportler beim Ergo-Cup des Rudervereins Empor Mühlberg. Gerade für unseren ganz jungen Sportler ist dies nach Auffassung von Trainer Maik Wartmann ein guter Einstieg, da sie hier die Möglichkeit haben in einem familiären Umfeld erste Wettkampferfahrung zu sammeln. Mit vier Siegen kehrten unsere Aktiven aus Mühlberg zurück.

In der Altersklasse 11 konnte sich Jakob Kannenberg gegen seine Mitstreiter durchsetzen. Bei den Zweierentscheidungen auf dem Ruderergometer gelangen in der AK 11 der Jungen dem Duo Antony Grube und Emil Falke ein Sieg. Gleiches gelang den Ruderrinnen Leonie Grube und Karolina Ullrich in der AK 13. Den vierten Erfolg an diesem Tag konnten Nele Kress und Hanna Hohl auf der Habenseite verbuchen. Mit insgesamt 28 Sportlern war der Bernburger Ruderclub in Mühlberg am Start.

Eine Woche nach dem Wettkampf in Mühlberg stand für die Sportler ab der Altersklasse 14 die Landesmeisterschaft im Ergometer-Rudern in Magdeburg auf dem Wettkampfplan. Den Auftakt machten die Mädchen der AK 14. Hier standen Nele Kress und Hannah Hohl in den Startlisten. 24 Sportlerrinnen kämpften über eine Distanz von 1000 Metern um den begehrten Landesmeistertitel. Am Ende reichte es für Hanna zu einem 18. Platz und für Nele sprang nur der 20. Platz heraus. Um bessere Ergebnisse zu erlangen wäre es für beide Sportlerrinnen wünschenswert, das sie lernen sich im Wettkampf besser durch zu beißen. Die körperliche Veranlagung dazu haben beide.

Besser machten es die Jungen der AK 14. Hier konnten, bei 15 Startern, Timo Schumann mit einem sehr guten zweiten Platz und Jonas Protzmann mit einem vierten Platz überzeugen. Dabei verpasste Timo den Sieg in seiner Altersklasse nur um 0,5 Sekunden. Er musste sich Tillmann Zander vom SC Magdeburg geschlagen geben. Den dritten Platz belegt Ben Baust aus Weißenfels.

Als nächstes folgten die Juniorinnen der Altersklasse B in der Wettkampfklasse zwei über die 1000 Meter Distanz. Leider wurde vom Verband festgelegt, dass auch die Junioren und Juniorrinnen B die 2000 Meter Strecke zurücklegen müssen um den Titel des Landesmeisters tragen zu dürfen. Hier wäre es zu überdenken, ob es nicht sinnvoller ist wieder auf die 1500 Meter zurück zu gehen um auch den Sportlern, welche nicht an den Sportschulen trainieren, die Möglichkeit zu geben in den Kampf um die begehrten Medaillen eingreifen zu können. Der Sprung von der 1000 auf die 2000 Meter Strecke ist hier einfach zu groß.

Nichts desto trotz stellten sich Fabienne Struve, Tabea Beck und Zoe Altaner in der Wettkampfebene zwei über die 1000 Meter ihren Mitstreiterinnen. Fabienne erreichte bei acht Starterrinnen einen guten dritten Platz und somit die Bronzemedaille. Sie benötigte für die Strecke eine Zeit von 3:53,5 min. Tabea Beck belegt nach großem Kampf den sechsten Platz und für Zoe Altaner reichte es leider nur zum achten Platz.

Bei den männlichen Junioren B gingen Vincent Böttcher, Julian Sobolewski und Yannik Zscheyge an den Start. Vincent errudert in einer Zeit von 3:27, 6 den sechsten Platz gefolgt von Yannik der in einer Zeit von 3:30,5 den siebten Platz belegte. Für Julian reichte es mit 3:40,9 min zum 13. Platz. Hier waren insgesamt 21 Ruderer am Start.

Paula König und Janine Jennert hießen die Starterrinen aus Bernburger Sicht bei den Juniorrinnen A. Hier standen am Ende des Rennens die Plätze vier und fünf zu Buche. Beide Sportlerrinnen wussten mit einer guten ruderrischen und kämpferischen Leistung zu überzeugen.

Eric Streibler und Christopher Leinau gingen bei den Männern der AK 19 – 29 der zweiten Wettkampfebene an den Start. Felix Raul von der Ruderriege Havelberg komplettierte hier das Starterfeld. Nach 3:14,6 min Stand Eric als Sieger fest. Ihm folgte Felix Rauls mit einer Zeit von 3:16,7 min auf Platz zwei und Christopher folgte mit 3:26,8 min auf dem dritten Platz. Johannes Fischer und Benny Kuhnert musste krankheitsbedingt abmelden.

Am Ende des Wettkampftages erkämpften die Sportler des Bernburger Ruderclubs, neben einigen guten Platzierungen, einen ersten und einem zweiten Platz und zwei dritte Plätze.

Daniel Sobotta

Ferienfreizeit Prieros Herbst 2019

Wie in jedem Jahr machten sich eine Vielzahl unserer Kinder und Jugendlichen mit ihren Trainern und Übungsleitern auf den Weg nach Prieros, um ihrer Leidenschaft, dem Rudersport, ihre Ferien und den Urlaub hinzugeben.

Im Herbsttrainingslager geht es vorrangig um die Zusammenführung derjenigen Sportler, welche in der kommenden Saison eine gemeinsame Bootsklasse besetzen werden. Es wurden viele verschiedene Kombinationen innerhalb der Altersklassen ausprobiert, wodurch wieder viele Wasserkilometer zusammen kamen.

Dieses Glück, viel auf dem Wasser unterwegs gewesen zu sein, hing nicht zuletzt an der stabilen Wetterlage, die wir vom 06.10.- 12.10.2019 auf dem Hölzernen See genießen durften. Gerade einmal ein Tag war geprägt von morgendlichem Frost, sogar auf den Bootskörpern. Bei durchgehend 11-16Grad und nur einem Regentag, konnten wir neben den Rudereinheiten auf dem Wasser, auch viele physische Aktivitäten außerhalb absolvieren. Unter anderem hieß es also Ausdauerlauf, Kraftgymnastik oder sogar Theorieunterricht, denn unsere Anfänger hatten keine geringere Herausforderung, als ihre beiden Technikstufen zu absolvieren, damit sie in der kommenden Saison mit ihren Trainingskameraden zu Regatten fahren dürfen.

Die Technikstufen 1 und 2 bestehen, jeweils zu gleichen Teilen, aus einem Theorie- und einem Praxisteil. Der Ruderverband Sachsen-Anhalt und auch die Vereine, möchten mit diesen Prüfungen sichergehen, dass die jungen Sportler ab neun Jahren, physisch und psychisch dazu in der Lage sind, sich auf einer Regatta, beim Wettkampf, im Boot und bei neuen Situationen auf dem Wasser, richtig zu verhalten. Mit Stolz haben wir in diesem Trainingslager an acht Sportler Urkunden überreichen dürfen. Sieben Sportler haben die Technikstufe 1 und sechs Sportler die Technikstufe 2 erfolgreich absolviert.

An dieser Stelle wird es Zeit, allen Übungsleitern und Trainern zu danken, die mit viel Engagement und Freude dabei sind und den jungen Talenten die Grundlagen gewissenhaft vermitteln.

Traditionell haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, uns auf die Fahrräder zu schwingen und durch die schönen, umliegenden Wälder bis zur Eisdiele zu radeln, um uns dort mit drei Kugeln Eis dafür zu belohnen.

Zum Ende der kräftezehrenden Woche, jagte ein Höhepunkt den Nächsten. Für die älteren Sportler ging es am Freitag in Kleinbooten auf die 3km lange Langstrecke um den Leistungszustand nach dieser trainingsintensiven Woche zu überprüfen. „Athletik, Geschick und Spaß am Spiel“ hieß es derweil für die jüngeren Sportler, die sich bei den Prieros-Games zusammen mit Kindern anderer Vereine, in vier Gruppen, bei insgesamt sechs Disziplinen messen mussten. Von Basketball über Tischtennisball-Lauf bis hin zu Riegenspielen war alles dabei.

Am letzten Abend trafen wir uns alle am Grill und ließen die gelungene Woche bei Bulette, Steak und Würstchen gemütlich ausklingen. Im Anschluss wurden die Sieger der Langstrecke, die Siegergruppe der Prieros-Games und die Technikstufen-Absolventen ausgezeichnet. Alle 21 Sportler sind wohlauf wieder im heimischen Bootshaus eingetroffen und freuen sich den normalen Trainingsbetrieb bald wieder aufzunehmen.

Maik Wartmann

Landeskaderüberprüfung bildet den Abschluss der Saison 2019

Wie in jedem Jahr ist die Landeskaderüberprüfung im Einer des Ruderverbandes Sachsen-Anhalt der Abschluss einer langen und erfolgreichen Saison. Bei der diesjährigen Veranstaltung in Brandenburg gingen die Sportler und Sportlerrinnen der Jahrgänge 2003 bis 2007 an den Start. Die LKÜ dient dem Landestrainer Paul Zander und den verantwortlichen Trainern der Sportschulen Halle und Magdeburg unteranderem zur Sichtung neuer Talente und der Leistungsüberprüfung. Natürlich müssen sich auch die Sportler aus Halle und Magdeburg dieser Überprüfung stellen. Speziell bei dieser Veranstaltung können, neben den Stützpunkttrainern, auch die einzelnen Heimtrainer die Fähigkeit ihrer Aktiven, sich alleine über eine Strecke zu kämpfen, überprüfen.

Jetzt wird sich der Eine oder Andere fragen, warum diese Veranstaltung in Brandenburg stattfindet. Zum einen werden die Gebäude der HRV Böllberg und Nelson am Kanal in Halle saniert und lassen somit keine Veranstaltung zu. Zum anderen bietet die Strecke in Brandenburg bis zu acht Bahnen, was eine zügige Durchführung der Wettkämpfe garantiert.

Acht Bernburger Sportler haben am letzten Sonntag im September die Reise nach Brandenburg angetreten um sich diesem Test zu stellen. Betreut von ihren Trainern, mussten sich die jungen Sportler bei windigen und regnerischen Bedingungen über die 1000 Meter Strecke quälen.

Den Anfang für die Bernburger machten Leonie Grube und Karolina Ullrich. Beide gingen im dritten Vorlauf der Mädchen AK 12 an den Start. Im Ziel konnte sich Leonie über den Vorlaufsieg vor Karolina freuen. Im Finale um die Plätze 1 bis 6 trafen die beiden Mädchen auf die jeweiligen Sieger und Zweitplatzierten aus den beiden anderen Vorläufen. Leonie und Karolina konnten wieder einmal ihr Talent unter Beweis stellen und ließen den Konkurrentinnen keine Chance. Leonie siegte wieder vor ihrer Mitstreiterin und den Ruderrinnen aus Halle, Wittenberg und Tangermünde. Alle Sportlerrinnen konnten ihre Zeiten aus den Vorläufen teils sehr deutlich verbessern.

Bei den 12-jährigen Jungen haben sich Niklas Ludwig und Julian Maserak der Herausforderung gestellt. Niklas setzte auch im letzten Wettkampf des Jahres seine erfolgreiche Serie fort und konnte sich im ersten Vorlauf gegen die Sportler aus Weißenfels, Halle, Magdeburg und Wittenberg durchsetzen. Julian hatte hier doch etwas mehr mit den Bedingungen zu kämpfen und musste sich leider mit dem siebten Platz im zweiten Vorlauf zufriedengeben. Somit fuhr Niklas im Finale um die Plätze 1 bis 6 und Julian um die Plätze 15 bis 21. Hier konnte Julian noch einmal letzte Kraftreserven mobilisieren und erkämpfte sich einen 19. Platz. “Kopf hoch und weiterhin fleißig trainieren“! Niklas konnte sich in seinem letzten Wettkampf nochmals steigern, musste sich aber Eric Mengebier aus Halle geschlagen geben. Dies wird den ehrgeizigen Sportler aber nur noch weiter anspornen sich zu verbessern. Trotzdem ein toller zweiter Platz unter 21 angetretenen Startern.

Die nächsten Sportler auf den Zetteln der Bernburger Trainer waren Timo Schumann uns Jonas Protzmann. Sie gingen in der Altersklasse 13 an den Start. Timo musste sich im ersten Vorlauf dieses Jahrgangs mit vier weiteren Sportlern auseinandersetzen. Hier spielte er wieder einmal seine körperlichen Stärken aus und konnte sein Boot als Erster über die Ziellinie schieben. Joshua Kliche aus Burg erwies sich in diesem Rennen aber als hartnäckiger Gegner und folgte im Abstand von nur 0,4 Sekunden. Im dritten Vorlauf dieser Altersklasse hatte Jonas Protzmann mit größeren Problemen zu kämpfen und kenterte. Hier machte ihm wahrscheinlich wieder seine mangelnde Konzentrationsfähigkeit einen Strich durch die Rechnung. Denn von den Trainern war die ganze Saison zu hören, dass Jonas, wenn er sich konzentriert, richtig gut rudern kann. Nichts desto trotz stand nach den Vorläufen fest, dass Timo um die Plätze 1 bis 6 rudert und Jonas um die Plätze 12 bis 15. Angespornt von seinem Missgeschick aus dem Vorlauf gelang es ihm sich besser zu konzentrieren und seine drei Mitstreitern hatten keine Chance. Mit der Zeit von 4:57,1 wäre er im A-Finale mindesten Fünfter geworden. Timo konnte sich im A-Finale noch einmal steigern und verbesserte seine Zeit aus dem Vorlauf um sechs Sekunden. Dies reichte deutlich für den ersten Platz. Auf den Plätzen dahinter folgten die Sportler aus Burg, Halle, Magdeburg und Weißenfels.

Nach der Saison ist vor der Saison und so steht in den Herbstferien bereits das nächste Trainingslager in Prieros auf dem Programm. Hier gilt das Hauptaugenmerk der Trainer vor allem den Sportlern die ihre Technikstufen eins und zwei erwerben müssen um bei zukünftigen Regatten starten zu dürfen. Denn die Technikstufen können als ein „Führerschein“ betrachtet werden, der nicht nur die Fähigkeit nachweist, das jeder Sportler sein Boot beherrscht sondern auch die Bestandteile des Bootes und der dazugehörigen Skulls kennt und benennen kann. Also viel Spaß!

Daniel Sobotta

Wolfsburger Ruderregatta bildet den Auftakt in die zweite Wettkampfhälfte des Jahres

Die Sportlerrinnen und Sportler der AK 10 bis 16 und Günter Rudolf als Vertreter der Masters starteten nach einer langen Sommerpause bei der Regatta in Wolfsburg. Vielen Aktiven merkte man die lange Wettkampfunterbrechung an und so taten sich einige schwer nach wenigen Tagen Training wieder in den Wettkampfmodus zu finden. Das Besondere an der Regatta ist die Zusammenlegung der Niedersächsischen Sprint- und Landesmeisterschaft mit den Rennen einer Allgemeinen Regatta. Am Samstag fuhren alle Sportler die Siege über eine Distanz von 400 Metern aus. Den Auftakt aus Bernburger Sicht machten die Juniorrinnen im Einer. Fabienne Struve konnte ihren Lauf mit einem guten zweiten Platz abschließen und musste nur der Ruderin vom Vegesacker Ruderverein den Sieg überlassen. Paula König und Tanja Strätz mussten sich in ihren Rennen mit den Plätzen 5 und 3 zufriedengeben. Auch Günter hat so seine kleinen Probleme mit der doch kurzen Renndistanz und musste sich im Rennen der Masters-Einer seinem Kontrahenten geschlagen geben. Neben fehlender Sprintstärke tat der auffrischende Schiebewind sein Übriges. Die erste Goldmedaille für unseren Ruderclub erruderten sich die Jungs und Mädchen des Mixed-Doppelvierers AK 13 / 14.Hier konnten Priscilla Herbst, Eva Rektorik, Franz Michel Lehmann, Luis Georgius und Steuermann Niklas Ludwig die Konkurrenz aus Emden und Lüneburg deutlich auf Distanz halten. Nun schien der Knoten geplatzt zu sein, denn gleich im darauffolgenden Rennen überquerten Lilly Drescher und Sina Heinecke im Doppelzweier 11/12 die Ziellinie als Erste. Anthony Grube hieß der Sieger im Jungen Einer AK 10. Mit langen kräftigen Schlägen setzte er sich vor seine Konkurrenten und siegte deutlich vor den Booten aus Leipzig, Scharnebeck und Braunschweig. Nun kamen die Mädchen im Einer der AK 10 den Allersee heruntergerudert und auch hier konnte wieder ein Bernburger Boot am Siegersteg anlegen. Luise Wartmann heißt die überglückliche Sportlerin die sich mit einer guten Rudertechnik vor ihrer Vereinskameradin Charlotte Handt und den Booten aus Leipzig und Münden behaupten konnte. Nachdem es im Einer nicht zu einem Sieg reichte versuchten es Paula und Fabienne nun im Doppelzweier der Juniorinnen B. Doch auch diesmal war ein Boot schneller und sie mussten sich um 0,8 Sekunden dem Boot der Renngemeinschaft Ems-Jade-Weser / Team Nord West geschlagen geben. Konnten aber das Boot aus Celle deutlich auf den dritten Platz verweisen.

Was im Seniorenbereich der Achter ist, ist im Kinderbereich der Doppelvierer ein Highlight für die Sportler, Trainer und Eltern. Denn hier muss ich nicht alleine kämpfen, sondern versuche als Mannschaft das Rennen zu gewinnen. Das gelang im Mädchen-Doppelvierer der AK 11/12 Leonie Grube, Marie-Luise Gumtz, Clara Grosser und Karolina Ulrich am besten. Sie setzten sich gegen ihre ein Jahr jüngeren Vereinskameradinnen durch. Das Zschornewitzer Boot belegte den dritten Platz. Florian Kaczmarek und Kjell Rektorik konnten sich nach ihrem souveränen Sieg im Doppelzweier AK 11/12 ihre Siegermedaille abholen. Auch hier zeigt sich das es für den einzelnen Sportler einfacher ist im Team zu gewinnen als sich alleine über eine Wettkampfdistanz zu quälen. Das Ergebnis im Doppelvierer der AK 13/14 zeigt dem fachkundigen Betrachter das der Sportler-Pool aus Bitterfeld, Tangermünde, Havelberg und Bernburg zwei Boote an den Start gebracht hat, welche großes Potential besitzen. Der ältere Vierer um Böttcher, Sobolewski, Lehmann, Georgius und Steuermann Ludwig konnte den jüngeren Vierer um Protzmann, Schumann, Ziegelmeier, Girth und Steuerfrau Grosser deutlich auf Abstand halten und einen nicht gefährdeten Sieg nach Hause fahren. Die Jüngeren haben aber drei weitere Boote mit Sportlern der AK 14 auf die hinteren Plätze verwiesen. Einen weiteren Sieg konnten die Trainer nach dem Rennen der Mädchen-Doppelzweier der AK 13/14 verbuchen. Hier fuhren Tabea Beck und Eva Rektorik als Erste über die Ziellinie. Der Landesmeister im Doppelzweier Niklas Ludwig konnte sein Einer-Rennen nach der Sommerpause deutlich für sich gestalten. Der talentierte und ehrgeizige 12-Jährige setzte wie gewohnt seine gute Technik in Geschwindigkeit um und konnte sich somit von der Konkurrenz absetzen und am Siegersteg anlegen. Die nächsten beiden Siege für die Bernburger erruderten Leonie Grube und Clara Grosser in ihren jeweiligen Rennen der Mädchen-Einer 11/12. Timo Schumann konnte auch in Wolfsburg sein Einer-Rennen der AK 13 für sich entscheiden. Der sehr athletische Sportler spielte zum wiederholten Male seine Technik und Kraft aus und distanzierte die Sportler aus Bremen und Hannover auf die Plätze zwei und drei. Gleiches gelang auch Julian Sobolewski zwei Abteilungen später im Einer derselben Altersklasse. Hier ist die Freude mit Sicherheit besonders groß, da Julian dieses Kunststück in letzter Zeit nicht so häufig gelungen ist.

Das Ergebnis aus Wolfsburg zeigt neben vielen positiven Ergebnissen auch, dass für den anstehenden Bundeswettbewerb in München noch einiges zu tun ist und der ein oder andere Sportler aus seiner Sommerpause erwachen muss.

Aufgrund des Wegfalls des Tangermünder Hafensprints, durch Niedrigwasser der Elbe, konnten nicht nur die Bernburger Ruderer, sondern auch weitere Vereine aus Sachsen-Anhalt diese Regatta nutzen und nach der Sommerpause entsprechende Wettkämpfe für einen Leistungsvergleich besuchen.

Hier kann man dem Wolfsburger Ruderclub nur wünschen, dass sie sich auf die sich verändernde Situation einstellen und auch weiterhin eine qualitativ gute Ruderregatta anbieten können.

Daniel Sobotta

Landesmeisterschaften Sachsen-Anhalt 2019
Eigene Zielvorgabe erreicht – Bernburger Ruderclub gehört zu den stärksten drei Rudervereinen in Sachsen-Anhalt

Optimales Wetter herrschte am zweiten Juni-Wochenende zur 29. Landesmeisterschaft des Ruderverbandes Sachsen-Anhalt in Zschornewitz. Mit ca. 50 Sportlern im Alter von 10 – 65 Jahren schlugen wir unser altbewehrtes Lager am Zschornewitzer See, umgangssprachlich auch „Gurke“ genannt, auf.

Nicht ganz einer Meisterschaft entsprechend gestalteten sich aufgrund der warmen Wetterlage die Streckenbedingungen. Den hohen Temperaturen geschuldet musste die 1000 Meter-Strecke aufgrund des gesunkenen Wasserspiegels um 50 Meter verkürzt werden.

Neben dem Kampf um wertvolle Meisterschaftspunkte für die Ve